Betrug in Höhe von zwölf Millionen Euro

Zoll mit Schlag gegen Schwarzarbeit in Offenbach

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Der Zoll im Einsatz: Die Beamten durchsuchten auch eine Baustelle am Alten Schlachthof in Offenbach (Foto).

Frankfurt/Offenbach - Rund 600 Einsatzkräfte haben am Dienstag eine große Schleuserbande ausgehoben. Die Tatverdächtigen waren auch in Offenbach aktiv.

Bei einem großangelegten Schlag gegen Schwarzarbeit am Bau hat der Zoll im Rhein-Main-Gebiet, unter anderem auch in Offenbach, sowie in Berlin heute einen Betrug in Höhe von mindestens zwölf Millionen Euro aufgedeckt. Seit dem frühen Morgen wurden deutschlandweit rund 55 Wohnungen und Büros sowie eine Baustelle am Offenbacher Schlachthof durchsucht. Alleine in Offenbach waren 15 Kräfte im Einsatz, auf der Baustelle wurden zwischen 30 und 40 Personen kontrolliert, hieß es. Insgesamt zehn Tatverdächtige - mehrheitlich serbische Staatsangehörige - seien bei der Aktion festgenommen worden, teilten Zoll und Staatsanwaltschaft heute in Frankfurt mit.

Gegen vier von ihnen lagen Haftbefehle vor, sie sollten noch heute einem Richter vorgeführt werden. Die anderen sechs hatten bei der Festnahme falsche Papiere bei sich. Insgesamt waren mehr als 600 Einsatzkräfte bei der Aktion dabei. Sie stellten etwa 1,4 Millionen Euro in Bar, Luxusautos und andere Gegenstände im Wert von insgesamt rund 9,6 Millionen Euro sicher. Auch Waffen und Munition fanden die Ermittler.

Ein gefälschter Pass löst Einsatz aus

Die Behörden werfen den Männern vor, seit 2011 vor allem südosteuropäische Arbeitskräfte aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Rumänien und Bulgarien mit falschen Papieren nach Deutschland eingeschleust zu haben. Hier sollen sie schwarz auf den Baustellen großer Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet und im Großraum Berlin gearbeitet haben oder nur unzureichend bei der Sozialversicherung angemeldet worden sein. Die illegalen Gewinne brachten die mutmaßlichen Schleuser auch mit Hilfe von Scheinfirmen und Bargeldtransfers ins Ausland. Außerdem sollen sie Steuern hinterzogen haben.

Aufmerksam geworden war der Zoll bei einer Routinekontrolle auf einer Baustelle. Hier fiel einem Beamten ein gefälschter Pass auf. Bei den Ermittlungen von Zoll und Staatsanwaltschaft kam dann heraus, dass dahinter ein ausgeklügeltes System von Schwarzarbeit und ein komplexes Firmengeflecht stehen könnte.

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dpa

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