Diskussion um Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge

Freie Wähler empört über AfD-Aussage

Offenbach - Nachdem schon beim Jahresempfang der SPD scharfe Kritik an der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) zu hören war, zeigen sich gestern auch die Freien Wähler (FW) empört über die jüngsten Äußerungen der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge im Zuge der deutschen Grenzsicherung.

Solche Äußerungen seien menschenverachtend und hätten in unserem multikulturellen Gemeinwesen keinen Platz. Daher rufen die FW alle wahlberechtigten Bürger zur „demokratischen Protestwahl“ auf. „Zur Kommunalwahl gehen und Haltung zeigen ist besser, als zu Hause zu bleiben oder solchen Parteien aus Protest die Stimme zu geben. Das sollte sich jeder verantwortungsbewusste Mensch überlegen“, sagt Marcus Karl, bei den FW zuständig für die Themen Sicherheit und Ordnung. Die Alternative für politikverdrossene oder verunsicherte Wähler dürfe auf keinen Fall in der aktiven oder passiven Unterstützung einer solchen „politisch verirrten Gesinnung“ liegen.

Was die Bewältigung der Flüchtlingskrise angeht, sehen die Freien Wähler vor allem Defizite beim Bund: „In der Flüchtlings- und Asylpolitik können zurzeit nur die Kommunen garantieren, dass das System noch rund läuft.“ Ohne die ehrenamtlichen Helfer wären Aufnahme und Betreuung der Migranten längst kollabiert. „Der Staat hat da versagt“, finden die Freien Wähler.

Nach Angriff auf Reporter bei AfD-Demo: DJV fordert mehr Schutz

mad

Kommentare