Freie Wähler für Rathaus ohne Papier

Offenbach (mt) - Auf Initiative der Freie-Wähler-Fraktion hat die Koalition einen Antrag auf den Weg gebracht, wonach geprüft werden soll, inwieweit Stadtverordnete ihre Sitzungsunterlagen in digitaler Form erhalten können.

„Wir wollen mit dem Antrag dem Papierkrieg, dem jeder Stadtverordneter ausgesetzt ist, möglichst ein Ende bereiten oder ihn zumindest stark einschränken“, erläutert Annette Schroeder, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, den Vorstoß fürs „papierlose Rathaus“.

„Andere Städte ahnen die vielen Vorteile, die der digitale Versand von Anträgen, Niederschriften, Anfragen oder Tagesordnungen haben“, heißt es. So rechne die Stadt Duisburg, die in einem Pilotprojekt das „papierlose Rathaus“ testet, mit Einsparungen von mehr als 186.000 Euro im Jahr, da sowohl riesige Papiermengen als auch Versandkosten wegfielen.

„Anschaffung von Tablet PCs kommt auch Umwelt zugute“

„Wir sind überzeugt, dass sich die notwendige Anschaffung von Tablet PCs und Software schnell amortisiert“, ist sich Schroeder sicher. „Nicht zuletzt käme der weitgehende Verzicht auf Papier der Umwelt zugute.“ Schließlich profitierten die politischen Akteure davon, „mit wenig Papier auszukommen und trotzdem immer auf dem neuen Stand zu sein“.

Der Antrag: Der Magistrat möge prüfen und berichten, ob und wie das „papierlose Rathaus“, also der digitale Versand von politischen Dokumenten an Stadtverordnete, umgesetzt werden kann. Dabei sollen die Kosten der Anschaffung von Tablet PCs oder vergleichbaren Geräten inklusive Software denen der Druck-, Papier- und Versandkosten aus dem bisher üblichen Verfahren gegenüber gestellt werden.

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