Freude über Wohnlichkeit

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Zu den vielen Ex-Bewohnern der anderen Mainseite, die sich nun dauerhaft in Offenbach niederlassen, gehören auch Miriam und Marcel Matte, die mit ihren zwei Kindern dieser Tage ins Luisenhof-Quartier ziehen. OB Horst Schneider und WEP-Geschäftführer Dr. Holger Koppe begrüßten die Neubürger während ihres Umzugs.

Offenbach - Bei „Linda“ und „Lukas“ herrscht rastlose Geschäftigkeit, Möbelwagen und zupackende Hände bestimmen das Bild an diesem regennassen Adventwochenende. Von Harald H. Richter 

„Linda“ und „Lukas“ sind nicht etwa neue Mieter, vielmehr lauten so die Namen der ersten bezugsfertigen Häuser im Offenbacher Karree zwischen Luisen- und Ludwigstraße. Auf knapp 6900 Quadratmetern Fläche ist 16 Monate nach der Grundsteinlegung durch den ersten Bauabschnitt des Projekts Luisenhof mitten in der Stadt attraktiver Wohnraum für überwiegend junge Familien entstanden, der Offenbach auch für Auswärtige interessant macht.

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Zu ihnen gehören Miriam und Marcel Matte mit ihren Kindern Emma und Paul, die schon Betreuungsplätze im nicht allzu weit entfernten katholischen Kindergarten St. Paul gefunden haben. Familie Matte ist aus Frankfurt-Rödelheim zugezogen und erfüllt sich in der Lederstadt den Traum vom eigenen Zuhause. Zusammen mit Freunden laden die jungen Eheleute schwere Kartons und Mobiliar vom Transporter und schleppen alles durch die offene Terrassentür in ihr neues Heim. Jeder Handgriff sitzt, die Helfer werden instruiert, was wohin kommt. „Das bitte ins Kinderzimmer“, gibt der 34-jährige Familienvater zu verstehen und deutet auf ein größeres Behältnis, das offenbar Spielsachen enthält.

Unterdessen nimmt Ehefrau Miriam eine vergleichsweise leichte Tragetasche entgegen, deren Inhalt Oberbürgermeister Horst Schneider zusammen mit dem stellvertretenden Leiter des Liegenschaftsamts, Werner Hinkelbein, den Neubürgern als Willkommensgeschenk zugedacht hat. „Offenbach erweist sich zunehmend als anziehender Wohnstandort, genauso wünschen wir uns das“, meint der OB. Seine Freude teilt Dr. Holger Koppe von der WEP-Projektentwicklungsgesellschaft: „Bis zum Jahresende dürften etwa 60 Eigentümer in unser neues City-Quartier eingezogen sein.“ Insgesamt 104 Wohnungen unterschiedlicher Größe – vom Single-Appartement bis zur geräumigen Vier-Zimmer-Wohnung – sind in energieeffizienter Bauweise entstanden und verfügen über eine hochwertige Ausstattung. „In 77 Fällen handelt es sich um Wohneigentum, die übrigen 27 werden vermietet.“

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Etwa ein Drittel derer, die in den zunächst fünf Häusern des Luisenhof-Karrees heimisch werden, sind Offenbacher, 40 Prozent kommen aus Frankfurt, die übrigen aus dem erweiterten Umland. Der Bauherr plant bereits eine Erweiterung seines Quartiers in westliche Richtung, zuvor müssen aber noch etliche Voraussetzungen erfüllt sein. Auch vor dem Haus „Linda“ wird allerhand bewegliche Habe vom Möbelwagen herunter geladen. Hier freuen sich die Frankfurter Annika und Chris Sparkes mit ihren beiden Kindern aufs neue Zuhause. Offenbach ist ihnen durchaus vertraut, zumal Annika Sparkes an der Hochschule für Gestaltung studiert hat. „Dadurch hat sich auch schon ein netter Freundeskreis gebildet.“

Die jungen Leute hätten sich zwar vorstellen können, auch im entstehenden Hafenviertel heimisch zu werden. Ihre Entscheidung für den Luisenhof trafen sie aber wegen der gewachsenen Umgebung dieses Viertels und seiner vorhandenen Infrastruktur. „Hier steht alt neben neu, das gefällt uns“, erklärt der bei der Messe Frankfurt beschäftigte Familienvater. Auch für Christiane Stiller gaben die zentrale Lage und verkehrsgünstige Anbindung den Ausschlag, Wohneigentum im Luisenhof-Karree zu kaufen. „Ich habe einige Jahre an der Kaiserstraße gewohnt, kenne also das Viertel“, sagt die Frau, die in Frankfurt-Sachsenhausen aufwuchs, einige Monate übergangsweise in Hanau lebte und jetzt dauerhaft in Offenbach verortet sein möchte. Noch während ihre Neffen letztes Umzugsgut hinauf ins Appartement schaffen, fährt schon der nächste Umzugstransporter in die frei werdende Lücke vor dem Haus an der Luisenstraße, denn an diesem Wochenende reiht sich ein Wohnungsbezug an den nächsten.

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