Frühling, Sonne und viel Müll

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Norbert Seidel bei der Säuberungs-Tour entlang des Mainparks.

Offenbach - Das Ergebnis des ersten meteorologisch schönen Wochenendes des Jahres ist am Montagmorgen am Mainufer zu sehen: Leere Bierflaschen, Zeitungen und Tüten liegen überall auf dem Rasen herum. Doch die Mülleimer sind erstaunlicherweise fast leer. Von M. Kramer und B. Link

Rosemarie Findeklee kommt fast täglich am Mainpark vorbei und ärgert sich über das Verhalten der Mitmenschen, die ihre Abfälle einfach liegenlassen: „Wenn die Mülleimer voll sind, sollen die Wochenend-Picknicker ihre Abfälle doch mitnehmen.“ Wie das Problem in den Griff zu bekommen sei, dafür hat Findeklee eine Idee: „Vielleicht könnten Kästen mit Müllbeuteln angebracht werden, ähnlich wie bei den Tüten für Hunde.“

Die Hinterlassenschaften des Wochenendes räumen Norbert Seidel und sein Team vom Eigenbetrieb der Stadt (ESO) wieder weg. „Sobald das Wetter schöner wird, nimmt auch der Müll zu“, klagt Norbert Seibel. Dabei handele es sich nicht nur um Überreste von Picknick oder Grillabend – mancher Sonnenhungrige entsorge offenbar auch gleich seinen Hausmüll am Main.

Beliebte Anlaufstelle bei Sonnenschein

Die Sonnenstrahlen am Samstag und Sonntag verraten Seibel und seinen Kollegen schon, was sie am Montagmorgen erwartet. Denn besonders am Wochenende ist das Mainufer in Offenbach eine beliebte Anlaufstelle für viele Menschen.

Der ESO versucht alljährlich, das Müll-Problem in den Griff zu bekommen. Deshalb fahren Mitarbeiter vermehrt Säuberungs-Touren und entleeren auch die Mülleimer öfter als sonst. Außerdem stehen Mitarbeiter bereit, die bei einem voraussichtlich sonnigen Wochenausklang die Stamm-Mannschaft unterstützen.

„Am Main ist es eindeutig am schlimmsten“, sagt Christian Loose, Projektmanager des ESO, und appelliert an die Vernunft, da „jeder seinen Abfall doch im eigenen Mülleimer entsorgen kann“.

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