Änderungen auf dem Wasser

Offenbach - Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP haben die Bundesregierung bereits Anfang des Jahres aufgefordert, die Führerscheinfreigrenze für Motorsportboote von fünf auf 15 PS Leistung an der Schraube anzuheben.

Die Änderung, die vom Bundestag abgesegnet wurde und im Eilverfahren durchgeboxt werden soll, bedeutet eine deutliche Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf dem Wasser, die deshalb auf voraussichtlich maximal 25 Kilometer pro Stunde begrenzt werden soll.

Mit diesem Vorhaben wollen vor allem norddeutsche Politiker den Wassersporttourismus kräftig fördern. Sie sehen sich durch europäische Nachbarn bestätigt: Im Ausland besteht häufig keine Führerscheinpflicht. Auf den unzähligen Wasserstraßen in den Niederlanden werde trotzdem vernünftig gefahren, betont Klaus Mackeprang vom Offenbacher Segelclub Undine.

Keine deutlich erhöhten Unfallzahlen

Die seit dem Jahr 2000 eröffnete Möglichkeit, Boote mit einer Länge von maximal 15 Metern ohne Führerschein nach mehrstündiger Einweisung zu chartern, habe im Verhältnis zum größeren Verkehr keine deutlich erhöhten Unfallzahlen mit sich gebracht. Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schifffahrtsämter in Deutschland hingegen sehen vor allem auf Bundeswasserstraßen durchaus Gefahren, sind sich in ihrer Bewertung aber nicht einig.

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Neuregelungen gibt es seit dem 1. Mai auch bei den Sportbootführerscheinen. So müssen unter anderem die Prüfungsfragen nicht mehr frei, sondern im Multiple-Choice-Verfahren beantwortet werden.

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