Fünf Euro von Offenbach nach Frankfurt

RMV-Chef: „Tarifsprünge nicht zu erklären“

Offenbach/Frankfurt - Fast fünf Euro kostet derzeit das Ticket im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) für zwei kurze Stationen vom Frankfurter Osten nach Offenbach. Solche Preissprünge sind auch für RMV-Geschäftsführer Knut Ringat nicht zu erklären.

Die vom RMV seit Jahren geplante entfernungsabhängige Tarifreform sei jedoch an den Partnern des Verbunds bisher gescheitert, bedauerte Ringat in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Einen Schritt in die Richtung will der RMV mit dem neuen Smartphone-Tarifsystem machen. Die Fahrpreise werden nach Entfernung und nicht mehr nach Tarifgebieten berechnet. Außerhalb des Ballungsraums zahlt der Kunde 10,9 Cent pro Kilometer, im Ballungsraum 21,8 Cent. Ähnlich wie beim Taxifahren gibt es einen Grundpreis von 1,69 Euro.

Bei Bussen und Straßenbahnen wird je nach Größe der Stadt mit Pauschalen gearbeitet. Das neue System, das derzeit drei Jahre lang mit 10.000 Testkunden erprobt wird, ist aber an das Handy gebunden. Sollten die Kunden das "Relationssystem" annehmen, könne es über den Bereich des Smartphones ausgeweitet werden, sagte Ringat der "FAZ". In Frankfurt findet heute ein Mobilitätskongress statt, bei dem es auch um neue digitale Tarife im Öffentlichen Personennahverkehr geht.

Beispiele aus dem neuen RMV-Preissystem

dpa

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