Fusion fast besiegelt

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Die Fusionsgespräche stehen vor dem Abschluss und der Standort Offenbach soll offenbar erhalten werden.

Offenbach/Heidelberg - Die Fusionsgespräche zwischen dem Offenbacher Druckmaschinenhersteller „Manroland“ und Heidelberger Druck stehen kurz vor dem Abschluss. Aus Unternehmenskreisen verlautete, die Gespräche kämen voran und könnten schon bald beendet werden. Gut sieht es für den Standort Offenbach aus.

Ein Termin für die geplante Fusion ist bislang allerdings noch nicht absehbar, hieß es aus Fachkreisen. Dafür sollen sich die Parteien in wichtigen Punkten wie beim Thema Kosteneinsparungen geeinigt haben. Nach dpa-Informationen wird das „Manroland“-Werk in Offenbach erhalten bleiben. Sprecher der Unternehmen wollten dies am Dienstag nicht kommentieren.

Der „Platow“ Börsenbrief hatte zuvor berichtet, dass die Gespräche bald zum Abschluss kommen werden. Die Vorstandschefs beider Häuser, Bernhard Schreier (Heidelberger Druck) und Gerd Finkbeiner (Manroland), sind sich Berichten zufolge einig, dass der Zusammenschluss kommen muss und ziehen an einem Strang.

Die Duckmaschinenhersteller kämpfen in der Krise mit Auftragseinbrüchen und steigenden Verlusten. So konnte die Heidelberger Druckmaschinen AG ihr Überleben zuletzt nur dank staatlicher Hilfe sichern. Der Weltmarktführer will bis zu 5000 von insgesamt etwa 20 000 Stellen streichen. Die EU-Kartellwächter müssten der Fusion allerdings zustimmen.

dpa

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