Gasaustritt in Gartenlaube - vier Verletzte

Offenbach-Bürgel (baw) - Es ist geruchs- und geschmacklos, und schon wenige Atemzüge können zum Tod führen: Kohlenmonoxid. Insgesamt vier Personen haben sich gestern Abend eine Gasvergiftung zugezogen - darunter ein zehnjähriges Mädchen. Verursacht hat den Unfall ein Stromaggregat in der Gartenlaube.

Als die Feuerwehr Offenbach am Unfallort eintraf, waren zwei der vier Personen bereits bewusstlos. Die Einsatzkräfte brachten die Verletzten - darunter auch ein zehnjähriges Mädchen - unter Atemschutz ins Freie, wie die Feuerwehr Offenbach berichtet.

Schuld an dem Gasaustritt in der Gartenlaube an der Lammertstraße in Offenbach Bürgel und an der Kohlenmonoxidvergiftung der vier Personen war ersten Messungen zufolge ein Stromaggregat. Die Feuerwehr bestätigt, dass vom dem Aggregat Abgase ins Laubeninnere eingedrungen waren. Die Laube wurde nach der Rettung der Personen umfangreich belüftet.

Die Feuerwehr warnt vor Gefahr durch Kolhlenmonoxid

Der deutsche Feuerwehrverband warnt in diesem Zusammenhang vor der Gefahr durch Kohlenmonoxid.

Kohlenmonoxid entsteht bei einem unvollständigen Verbrennungsvorgang. „Häufig ist eine fehlerhafte Verbrennung in Gasthermen die Ursache von Unfällen“, warnt Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, angesichts der jüngsten Feuerwehreinsätze.

Eine weitere Gefahrenquelle ist das Betreiben von Gasstrahlern oder -pilzen in geschlossenen Räumen. Zudem setzen auch Verbrennungsmotoren das Gas frei: „Der Benzin-Rasenmäher oder die Benzin-Kettensäge sollte deshalb nie in der geschlossenen Garage repariert und dann ausprobiert werden“, mahnt Ziebs.

So verhalten Sie sich im Gefahrenfall richtig

Kohlenmonoxid kann ein Mensch nicht bemerken – es löst bei uns keine Warnsensoren aus wie etwa Erdgas, dem ein warnender Geruchsstoff beigemischt ist. Das Gas mit dem Kürzel CO bindet sich im Blut an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und verdrängt dabei den Sauerstoff. Nach wenigen Atemzügen kann dies bereits zu schweren Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen. Schon im Verdachtsfall einer Kohlenmonoxidvergiftung sollte man schnell reagieren.

  • Nehmen Sie beim Betrieb gasbetriebener Geräte plötzlich auftretende Kopfschmerzen ernst – sie sind ein erstes Anzeichen für eine mögliche Vergiftung. Begleitet werden sie unter Umständen von Bewusstseinseintrübung.

  • Beim Verdacht des Auftretens von Kohlenmonoxid verlassen Sie sofort den betroffenen Raum. Sofern möglich, sollte man die Fenster öffnen, um zu lüften.

  • Wenn es Ihnen ohne Eigengefährdung möglich ist, schalten Sie das möglicherweise verursachende gasbetriebene Gerät aus.

  • Alarmieren Sie im Verdachtsfall Feuerwehr und Rettungsdienst über die europaweit gültige Notrufnummer 112!

Rubriklistenbild: © pixelio.de / Tobias Dietz

Mehr zum Thema

Kommentare