Zwei gastronomische Neueröffnungen

„Was Gutes tun für Offenbach“

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Stjepan Gazdovic und Mustafa Köksel eröffnen im ehemaligen Polizeiladen ein Café im Stil der früheren Café Bar 13.

Offenbach - Die Gastronomie-Szene am Wilhelmsplatz ist noch lange nicht ausgereizt. Gleich zwei Neueröffnungen stehen dort in den nächsten Monaten an. Die dafür verantwortlichen Gastronomen sind keine Unbekannten: Giuseppe Morleo und Mustafa Köksel.

Mit Köksel kehrt jemand in die Offenbacher Gastro-Szene zurück, der bereits weit oben war – und gefallen ist. Seine „Café Bar 13“ am Wilhelmsplatz musste er 2008 schließen, sein Bruder Ali gab das „ZO“ an der Berliner Straße auf. Einen Neustart wagt Mustafa Köksel voraussichtlich im April. An der Ecke Bleichstraße/Wilhelmsplatz im ehemaligen Polizei-, später Obstladen möchte er erneut eine Café Bar eröffnen. „Als ich erfuhr, dass das Objekt frei wird, hat es sich einfach so ergeben.“ Mit „Kumpel“ Stjepan Gazdovic gründete er die GmbH „Café Bar 13 plus 6“. „Das Haus hat die Nummer 19“, erklärt er.

Das Konzept sei ähnlich wie einst bei der Café Bar 13: „Ein gepflegtes Café mit Crossover-Küche, vielen Getränken, Cocktails und einem großen Frühstücksangebot.“ Da in dem unter Denkmalschutz stehendem Haus bisher kein Gastro-Betrieb war, gilt es für ihn, alles von null an aufzubauen. „Das ist alles eine große Baustelle, aber ich mache mir keinen Zeitdruck“, so Köksel.

Zweigeteilt mit Lounge- und Tischzone

Der Raum soll zweigeteilt sein in eine Lounge- und eine Tischzone. Speziell verweist der alte, neue Gastronom auf den geplanten Wickeltisch und eine Behindertentoilette. „Die fehlt bisher auf dem Wilhelmsplatz.“ Mit dem Café wolle er auch „was Gutes tun für Offenbach“.

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Seit Jahren betreibt Giuseppe Morleo mit Partnern erfolgreich gleich drei Lokale am Wilhelmsplatz – Tafelspitz und Söhne, Morleos und Fleischeslust. Das nächste Projekt ist in den Startlöchern. „Der neue Laden hat einen Vintage-Look, die Einrichtung ist wie in einer Industriehalle, wir bekommen zum Beispiel echte, alte Fabriklampen“, verrät der Gastronom. Die Speisekarte soll klein sein und sich alle paar Tage ändern: „Es ist ein Menükonzept ausschließlich mit frischen Waren und hochwertigen Zutaten.“ Zudem soll es eine große Auswahl an Weinen geben, vor allem von deutschen Winzern.

„Vergleichbare Restaurants gibt es nur in Kopenhagen, London und Berlin“, sagt Morleo. Daher sieht er das Walger’s, so der Name des neuen Restaurants, losgelöst von der Konkurrenz am Wilhelmsplatz. „Es hat mit den anderen Läden nichts gemein.“ Benannt ist es nach Dennis Walger, den Morleo zum Partner gemacht hat, nachdem er als Mitarbeiter im Fleischeslust seine Fähigkeiten bewiesen hat: „Er war schon Bar-Chef auf der ,Aida’, er ist der Richtige dafür. Ich bin nur ein kleines Licht im Hintergrund.“ Das Restaurant kommt an die Stelle des jetzigen Friseursalons neben dem Buchladen am Markt. Eröffnung ist voraussichtlich im Juli.

vs

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