Spielautomatenaufsteller über's Ohr gehauen

Gebühren im Voraus

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Offenbach - Serienweise die Aufsteller von Spielautomaten übers Ohr gehauen - dies ist der Vorwurf, den die Staatsanwaltschaft gegen einen 27-jährigen Türken erhebt, bei dem jetzt in Neu-Isenburg die Handschellen einrasteten.

Der Mann steht im Verdacht, im Kreis Offenbach sowie im gesamten Rhein-Main-Gebiet mit einem Trick an beträchtliche Geldsummen gelangt zu sein. Am Ende flog er durch eine Unachtsamkeit auf.

Die Masche ging folgendermaßen: Der Verdächtige meldete sich bei Automatenaufstellern als angeblich neuer Betreiber einer Gaststätte und schloss mit ihnen Aufstellungsverträge ab. Wie in der Branche üblich, mussten die Firmen die Gebühren für mehrere Monate im Voraus bezahlen. Ermittlungen der Offenbacher Kripo zufolge ergaunerte sich der 27-Jährige so einen fünfstelligen Euro-Betrag zusammen. Ende November geriet der Frankfurter aber an einen Aufsteller, der ihm zuvor schon einmal auf den Leim gegangen war. Der seinerzeit Geprellte informierte umgehend die Kripo, deren Fahnder den mutmaßlichen Betrüger aufspürten und festnahmen. Er wurde in Untersuchungshaft genommen.

Ausschlaggebend hierfür war vermutlich auch die erst kürzlich erfolgte Verurteilung des Vorgeführten wegen Betrugs durch ein Gericht in St. Goar; eine weitere Verhandlung in Montabaur steht in Kürze an. Geschädigte Automatenfirmen können sich unter der Telefonnummer  069 8098-1234 melden.

mic

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