Baustellen

Geduld ist oberstes Gebot

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Vor allem auf dem Odenwald- und Spessartring (Foto) müssen sich Autofahrer in diesen Tagen weiter in Geduld üben.

Offenbach - „Da ist ja kein Bauarbeiter am Hessenring!“ – „Der Stau auf dem Spessartring reicht bis zur Feuerwehr!“ Der Autofahrer ist ein leicht erregbares Wesen, und dem Offenbacher wird in diesen Wochen einiges an Geduld abverlangt. Von Fabian El Cheikh

So erzeugen die zahlreichen Baustellen in der Stadt ebenso zahlreiche Rückmeldungen.  Den meisten Ärger ruft seit Tagen die zentrale Kreuzung von Odenwald- und Spessartring mit der Waldstraße hervor. Nicht nur Autofahrer haben Schwierigkeiten, auf nur noch einer Spur voranzukommen. Auch die Rettungskräfte stehen vor enormen Herausforderungen.

Eine Anwohnerin klagt, sie habe eine Stunde benötigt, um einen einfachen U-Turn in die Gegenrichtung machen zu können.

Haken tut’s auch beim Reißverschluss. Laut Straßenverkehrsordnung müssen Verkehrsteilnehmer auf allen Fahrspuren dieses Verfahren des geregelten Einordnens bei Fahrbahnverengungen einhalten, um Staus zu minimieren. Das heißt: Vorfahren bis zum Hindernis und dort ähnlich einem Reißverschluss abwechselnd einordnen, um den Verkehr flüssig zu halten.

ESO-Sprecher Christian Loos bleibt da nicht viel übrig, als an das Verständnis der Autofahrer zu appellieren. Bei den vielen notwendigen Instandsetzungen habe man nicht alles in den Ferien beenden können. „Es gilt, noch ein paar Wochen durchzuhalten, dafür sind anschließend die Straßen wieder gut befahrbar.“ Auch wenn es sich nicht um grundhafte Sanierungen handle, dürfte der reparierte Asphalt die nächsten Winter unbeschadet überstehen. Insgesamt verliefen die Arbeiten im Zeitplan. Und das Straßenverkehrsamt macht Hoffnung: „Ab Montagnachmittag werden wieder zwei bis drei Spuren auf dem Spessartring zur Verfügung stehen.“ Ein wenig enger könnte es dann aber auf der nicht ganz so stark befahrenen Waldstraße werden.

Vielleicht legt sich dann aber auch ein wenig der Ärger über den vorübergehenden Baustopp am Hessenring, der eigentlich als Ausweichstrecke prädestiniert ist, aber aufgrund von Kanalarbeiten nicht befahrbar ist. Erfreulich auch: Die Arbeiten an der Bieberer Straße/Rhönstraße sind inzwischen vollendet.

Dafür werden ab kommendem Montag zwei weitere lange andauernde Baustellen eingerichtet, wie die Stadt mitteilt. So müssen Autofahrer beim Überqueren der Ulmenstraße am Neuen Friedhof in den nächsten Wochen mit Behinderungen rechnen. Grund: Bis Ende Oktober werden Mängel an den Übergangskonstruktionen und Pfeilern der Brücke beseitigt. Diese war bereits Ende 2010 saniert worden. Dabei stellte die Bauverwaltung Mängel an den Übergangskonstruktionen und den Beschichtungen der Pfeiler fest. Jetzt wird repariert. Die Ulmenstraße wird an der Baustelle nur einspurig befahrbar sein. Fußgänger können die Brücke aber weiterhin passieren.

Das Wichtigste zum Thema Stau

Das Wichtigste zum Thema Stau

Ebenfalls ab Montag erneuert der ESO die Fahrbahndecken der Sprendlinger Landstraße an der Ecke Starkenburgring. Die Arbeiten sind in acht Abschnitte aufgeteilt, für die je eine Woche eingeplant ist. Zunächst werden jeweils neun Zentimeter Oberfläche abgefräst, danach kommt eine neue Asphaltdecke drauf. Ortskundige meiden besser die Strecke.

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