Es gefällt, „dass man wissen muss, wo der ist“

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Farbenpracht beim SG-Weihnachtsmarkt, im Geschenkerepertoire ebenso wie modisch. 

Offenbach (man) - Am Samstag steht auf dem Weihnachtsmarkt der SG Rosenhöhe eine Krippe. In der liegt eine Puppe als Symbol für das Jesuskind im Stall von Bethlehem. Doch statt Eseln, die oft auf Illustrationen abgebildet sind, liegen zwei kleine Ziegen im Stroh.

Und die lassen sich nicht vom Andrang der Besucher stören. „Gibt’s da alles umsonst?“, fragt der Fahrer von Bus 105 seine Passagiere. Anders könne er sich nicht erklären, „dass so viele Leute herkommen“.

Natürlich wird auf dem Vereinsgelände nichts verschenkt. Schließlich ist die SG mit der erfolgreichen Jugendarbeit „auf die Einnahmen solcher Feste angewiesen“, merkt Vorsitzender Thomas Daniel an. Vor zwei Jahren sah es düster aus in der Kasse, „weil ein Sturm drohte, alles wegzuwehen“.

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Dieses Jahr bleibt es trocken. Wen es fröstelt, kann am Stand der Tennisspielerinnen Nadia Hourani und Evelyn Rathgeber Kartoffelsuppe löffeln. Oder er heizt mit Glühwein. Mehr als einen will Hannelore Müller aber nicht trinken, „sonst wird mir schwummrig“. Sie sei schon zum fünften Mal mit ihrem Mann „von Enkheim rübergekommen“. Am Weihnachtsmarkt auf der Rosenhöhe gefalle ihr besonders, „dass man schon wissen muss, wo der ist“.

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Die Lage am Waldrand habe auch den Vorteil, „dass wir hier nicht auf die Minute dicht machen müssen“, sagt Thomas Daniel. Man könne es auslaufen lassen, bis sich der harte Kern um einen letzten offenen Stand sammele. Da gibt’s natürlich was zu trinken.

Zwanzig Stände sind es, an denen Mitglieder die Weihnachtsmarkt-Klassiker verkaufen. Was nicht Trink- oder essbar ist, ist selbst gebastelt. Die Adventskränze, die aus eigenen Früchten gekochte Marmelade. Auf der von Mitgliedern gezimmerten Bühne singt der Chor der Lauterbornschule.

Sportwart Dieter Kinzler freut sich für die Kinder, dass eine Attraktion wieder klappte - die, den Nikolaus mit dem Hubschrauber einfliegen zu lassen. Im letzten Jahr musste sich der Bärtige andere Wege bahnen, weil es das Wetter nicht zuließ.

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