Gegen illegale Müllberge

Ordnungsamt will Aufklärungsquote erhöhen

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Müllhaufen in Lauterborn – für so etwas hat Dezernent Felix Schwenke keinerlei Verständnis. „Die Bürger möchte ich daher ermuntern, Müllablagerungen uns zeitnah zu melden.“

Offenbach - Von wegen kurzer Weg zur Verwaltung: Nachdem Anwohner in der Lauterborner Kurt-Tucholsky-Straße einen Müllberg sahen, den Unbekannte in der Nacht zum Samstag anhäuften, griffen sie zum Hörer und alarmierten unseren Fotografen Bernd Georg.

Das sollte nicht zur Regel werden und er ist mithin die falsche Adresse, zumal die Stadt in jüngster zeit verstärkt gegen Umweltsünder aller Art vorgeht. Ordnungsdezernent Dr. Felix Schwenke erinnerte erst kürzlich an einem kompromisslosen Weg: „Illegale Ablagerungen sind verboten und werden, egal ob durch Unkenntnis oder Bequemlichkeit erfolgt, mit erheblichen Bußgeldern durch das Ordnungsamt geahndet.“ Voraussetzung sei, dass die Verantwortlichen ermittelt werden können. Das funktionierte im vergangenen Jahr immerhin in 82 Fällen. Die Stadt hat Verwarn- und Bußgelder gegen Müllsünder in Höhe von mehr als 23.000 Euro erlassen, rechnet Frank Weber, Abteilungsleiter für Kommunale Prävention, Sauberkeit und Ordnung beim Ordnungsamt, vor.

Seit 2006 wurden durchschnittlich 87 Verfahren jährlich eingeleitet, die Bußgeldbeträge sind seitdem fünf- statt vierstellig. „Auf die vergangenen zehn Jahre gerechnet waren das 22.503 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: 2005, also zehn Jahre zuvor, wurden 62 Verwarn- und Bußgeldverfahren in Höhe von 7 686 Euro eingeleitet, 2004 waren es 5 894 Euro. (mk)

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