Riegel gegen Schmutzfinken

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Gelände am Kaiserlei Offenbach wegen Sperrmüll dicht gemacht

Offenbach (mad) - Weil die illegale Entsorgung von Sperrmüll dort massiv zugenommen hatte, versperrte die Stadt jetzt eine Zufahrt zu einer Fläche zwischen Bahnlinie und Kaiserlei mit Baumstämmen. Die Sperrung wurde von den Ordnungsämtern von Frankfurt und Offenbach gemeinsam veranlasst.

Zur Erinnerung: Im August 2007 vereinbarten die Nachbarstädte einen Reinigungspakt für das Kaiserleigebiet. Um die Säuberung des „Grenzgebietes“ zwischen Kaiserleipromenade und Amsterdamer Straße, so der Offenbacher Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, „kümmern sich die beiden Kommunen seit dieser Zeit gemeinsam“. Dort deponieren, wohl auch wegen der guten Verkehrsanbindung, immer wieder Schmutzfinken illegal ihren Abfall.

Müllmänner aus beiden Kommunen trafen sich zunächst zu einer Grundreinigung. Das Ergebnis: zehn Kubikmeter Abfall. Seit dieser Zeit sorgen der ESO und die Werkstatt Frankfurt wöchentlich für die Beseitigung illegaler Müllkippen. Monatlich werden so rund acht bis zehn Kubikmeter illegaler Sperrmüll abtransportiert.

Vor rund drei Monaten, so Weiß, sei das Problem noch größer geworden: Außer dem üblichen Sperrmüll, meist aus privaten Haushalten, fanden sich regelmäßig Berge von Elektroschrott, Autoreifen und Abfall, der allem Anschein nach aus Haushaltsauflösungen stammt.

„Zunächst dachten wir an einen Einzelfall Jedoch trauten wir unseren Augen nicht, als kurz nach der ersten Entsorgung erneut PC-Monitore und alte Drucker an gleicher Stelle lagen“, so Peter Postleb von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt. Christian Broos vom Offenbacher Ordnungsamt meint: „Vermutlich gibt es in der näheren Umgebung einen Betrieb, der sich auf Haushaltsauflösungen und Annahme von Elektrogeräten konzentriert, und auf diese Art Kosten einspart. Auch die Menge der Autoreifen kann nicht von Einzelpersonen stammen.“

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