Geldwäsche: Offenbacher Kripo ermittelt bundesweit

Offenbach (sef) - In einer Aktion von besonderem Ausmaß hat heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt (Zweigstelle Offenbach) Kriminalpolizei aus Offenbach in zehn Bundesländern eine Vielzahl von Objekten durchsucht. Ziel war es, Beweismitteln für Geldwäsche im großen Stil sicherzustellen.

Wie die Polizei mitteilt sind die Hintergründe der Aktion die seit Oktober 2010 geführte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Betrugskommissariats gegen eine bundesweit agierende Gruppierung. Der Verdacht: Geldwäsche, gewerbs- und bandenmäßiger Betrug sowie Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz.

Nach dem derzeitigem Ermittlungsstand werden die im Fokus stehenden Personen verdächtigt, direkt oder über von ihnen betriebene Unternehmen Kundendaten von Call-Centern und anderen Dienstleistern erworben zu haben. Die Daten sollen sie anschließend an Firmen weiter geleitet haben. Diese wiederum sollen mit den Informationen unberechtigte Forderungen aus angeblichen Dienstleistungen konstruiert haben. Inkassobüros versandten dann Forderungsschreiben an die Adressen.

Ein Teil der Empfänger bezahlte die Forderung offenbar, so dass auf den Konten der Inkassounternehmen Geldbeträge im mindestens sechsstelligen Bereich anwuchsen. Über Konten von Mittelsmännern soll ein Teil der ergaunerten Gelder an die Käufer der Adressen und die angeblichen Forderungssteller zurück geflossen sein.

Das Verfahren richtet sich derzeit gegen über zehn Personen und mehrere Firmeninhaber. Die Ergebnisse der bundesweiten Aktion mit über 20 Durchsuchungen, stehen noch aus, so die Polizei.

Rubriklistenbild: © Anne Garti/pixelio.de

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