Gemeinsam stark

Offenbach - Gemeinsam sind wir stark - auf diese einfache Formel lässt sich bringen, was Hessens Sozialminister Stefan Grüttner am Mittwoch eine Auszeichnung wert war. Von Matthias Dahmer

Weil sie beim Landesprogramm PiT (Prävention im Team) mitgemacht haben, bekamen Vertreter von vier Offenbacher Schulen, des Jugendamts und der Polizei ein Schild für erfolgreiche Präventionsarbeit überreicht. Das Programm läuft an der Edith-Stein-Schule, der Mathildenschule, der Geschwister Scholl-Schule, die schon 2009 ausgezeichnet wurde sowie an Albert-Schweitzer- und dem Rudolf-Koch-Gymnasium.

PiT Hessen ist ein Programm, bei dem Schule, Polizei und Jugendhilfe kooperieren, um potentielle Opfer zu stärken, in Gewaltsituationen Handlungsoptionen zu haben und damit präventiv zu wirken.

In jeder der beteiligten Schulen wurde ein Team gebildet, das aus einem Polizisten, einem Sozialarbeiter und zwei Lehrern besteht. Diese Teams trainieren mit Schülern der Sekundarstufe I (im Regelfall 7. oder 8. Klasse) jeweils ein Jahr lang. Wobei nicht der Täter, sondern das potentielle Opfer in den Mittelpunkt gerückt wird. Es geht darum, eine Gewaltsituation möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich erst gar nicht hineinziehen zu lassen. Ist das nicht zu verhindern, sind verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten angesagt. Das Training verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Übungen. In einem eigenen Trainingsjournal werden die Erfahrungen festgehalten.

An den Offenbacher Schulen läuft PiT seit 2004, zu Beginn war es ein Modellprojekt. Inzwischen ist es fester Bestandteil des Unterrichts und wird an mehreren übers Schuljahr verteilten Tagen vermittelt. Seit dem Schuljahr 2007/2008 bietet das Land das Programm hessenweit an. Derzeit machen 79 Schulen mit.

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