Ein Gerücht aus der Welt geschafft

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Beim Tag der offenen Tür an der Daimlerstraße war beim Nachwuchs unter anderem der Minibagger angesagt.

Offenbach - Täglich sieht man die Mitarbeiter des Stadtdienstleisters ESO Mülltonnen leeren, Grünanlagen pflegen oder Kanalsysteme warten. Nur selten kommt man im Alltag mit irgendeinem von ihnen ins Gespräch oder sieht sich das Tätigkeitsfeld genauer an - dafür war am Samstag auf dem Betriebsgelände an der Daimlerstraße fünf Stunden Zeit. Von Silke Gelhausen-Schüßler

An seinem zweiten Tag der offenen Tür bot der ESO mit einem umfangreichen Informations- und Unterhaltungsprogramm für Bürger und Angehörige Gelegenheit, mal hinter die Kulissen der 330 Mitarbeiter starken Dienstleistungsgesellschaft und seiner Partner-, Sub-, und Tochterunternehmen zu schauen. Ein Drittel des Personals aus allen Bereichen - vom Straßenkehrer bis zum Abteilungsleiter - war vertreten. Sogar die Liveband „Mainhattan Diesel“, die ab 11 Uhr Rock & Roll, Country und Oldies im Aktionszelt zum Besten gab, besteht zur Hälfte aus Mitarbeitern der OVB-Betriebe, dem Schwesterunternehmen des ESO.

Bilder vom Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür beim ESO

Technikfreaks konnten einen umfangreichen Fuhrpark unter die Lupe nehmen. Die Berufsfeuerwehr war mit mehren Fahrzeugen vertreten, die Offenbacher Dienstleistungs GmbH hatte ihr Mobil zur Kaugummientfernung mitgebracht. Ein Blick in das geöffnete Glas-Sammelfahrzeug schaffte das Gerücht aus der Welt, dass verschieden farbiges Glas ja doch wieder zusammen gekippt werden würde. Groß und klein unternahmen Rundfahrten mit der Kehrmaschine und ganz Mutige wurden mit einem Blick über die Stadt bei strahlendem Sonnenschein im 35 Meter hohen Hubsteiger der Baumpfleger belohnt.

Die ESO ist seit dem Jahr 2000 eine GmbH, deren Anteile zu 51 Prozent die Stadt und zu 49 Prozent die Entsorgungsfirma Meinhardt trägt.

Absolutes Highlight des Maschinenparks: Das Hybrid-Müllfahrzeug. „Das ist natürlich in der Anschaffung teurer, verbraucht aber 33 Prozent weniger Sprit“, erklärte der technische Geschäftsführer Markus Patsch. Ab November soll ein „Rotopress Dualpower“ im Stadtgebiet den Restmüll einsammeln. Anwohner und Müllwerker können sich auf eine wesentliche Entlastung in punkto Lärm und Abgasen freuen. Das Fahrzeug benötigt nämlich nur in Spitzenzeiten die Leistung des Dieselmotors, im Sammelbetrieb läuft nur der elektrische Antrieb und durch Bremsen wird Energie zurück gewonnen.

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