Von Büchern bis Strickwolle

Es tut sich was in Biebers Geschäftswelt

Bieber - Wer mit offenen Augen durch Biebers Mitte läuft, dem ist es aufgefallen: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich einiges getan in der Geschäftswelt und der Gastronomie – ob Neueröffnungen, Schließungen oder Wiedereröffnungen. Von Veronika Schade

„Es wird derzeit viel umgebaut und modernisiert, für das Stadtbild ist das eine Aufwertung“, sagt Elfriede Ring, Vorsitzende des Bieberer Gewerbevereins. Sie und ihre Stellvertreterin Kerstin Hofferbert versammeln in ihrem Verein 83 Bieberer Gewerbetreibende und erhalten daher gute Einblicke in das Geschehen.

Bücherfreunde können aufatmen: Nachdem Tatjana Schernthaner ihr „Bücher Eck“ in Alt-Bieber aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat, steht im November eine Wiedereröffnung an. Buchhändler Bertram Schmitt übernimmt den Laden als „BuchRabe“. Er stand einen Monat leer – laut dem Gewerbeverein typisch für Bieber: „Wir haben kaum Leerstände wie in anderen Stadtgebieten. Nur, wenn es die Leute so wollen.“

Viele Renovierungen und Neueröffnungen

Da verwundert es fast, dass es beinahe ein Jahr gedauert hat, bis für die Räume der Berg-Apotheke ein neuer Nutzer gefunden war. Derzeit wird in der Aschaffenburger Straße 58 renoviert. Das neue Ladenschild ist schon angebracht für „Woolnuts“, einen Laden für Wolle und Strickzubehör.

Ein kleines Geschäft, das in Bieber durchaus funktionieren kann. „Die Bieberer legen Wert auf eingesessene Fachhändler und persönliche Beratung“, so Hofferbert. „Viele gehen gar nicht zum Einkaufen nach Offenbach, weil sie hier alles bekommen.“ Ob edler Wein, Kinderbekleidung, Fleisch vom Metzger, eine neue Brille oder Dienstleistungen wie Banken, Handwerker oder Reisebüros – die Bandbreite reicht „von der Taufe bis zur Beerdigung“, schmunzelt sie. „Sogar tätowieren lassen kann man sich hier.“ Eine exotische Neueröffnung in diesem Jahr ist etwa „Ranchidas Thaimassage“ an der Langener Straße in den Räumen des früheren Frisörsalons. „Das wurde gut angenommen“, berichtet die 2. Vorsitzende.

Gastronomische Angebote gut angenommen

Gut angenommen wurden laut dem Gewerbeverein auch die neuen gastronomischen Angebote. Das Bistro „RistoBar 19“ am Ostendplatz hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, ebenso das italienische Café mit Konditorei „Mille Voglie“ an der Aschaffenburger Straße. Gleich nebenan hat sich das Restaurant „Puszta Tscharda“ mit ungarischen Spezialitäten und Ambiente etabliert. „Die Bieberer gehen gern essen. Am liebsten wollen sich die Leute dabei fühlen wie im Wohnzimmer“, so Hofferbert augenzwinkernd. Doch ein alteingesessenes Bieberer Lokal hat kürzlich geschlossen – das Prager Restaurant. Die Räume werden gegenwärtig saniert, den Nachfolger und seine Pläne kennen die Gewerbevereins-Vorsitzenden allerdings bisher nicht.

Sie arbeiten derzeit auf Hochtouren am Bieberer Einkaufs- und Terminplaner für 2014. Und „nebenbei“ erfand der Verein den Bieberer Adventskalender: 24 Überraschungen und Aktionen in 24 Geschäften erwarten täglich die Kunden, mal geheim, mal angekündigt. Wann und wo das erste „Türchen“ geöffnet wird, gibt der Gewerbeverein rechtzeitig bekannt.

Rubriklistenbild: © dpa

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