Stadtentwicklung

Geschlossenes Konzept nötig

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Planungen und Aktionen zu den Plätzen in der Innenstadt, wie hier bei der versuchsweisen Sperrung des Marktplatzes, gehören in ein Gesamkonzept, meinen CDU und FDP.

Offenbach - Mit einem sogenannten Masterplan soll die Stadtentwicklung gelingen. Das haben Industrie- und Handelskammer sowie Magistrat nach zwischenzeitlichen Differenzen vor kurzem verabredet.

Nun mischen sich CDU und FDP in die Diskussion ein und legen zur morgigen Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vor, in dem sie ihre Sicht der Dinge präsentieren.

Ziel der Erarbeitung eines Masterplans müsse sein, bestehende Konzepte der Stadtentwicklung zu überprüfen und unter eine große Überschrift zu stellen. Die Kritik der IHK an einer gewissen Konzeptlosigkeit bei der Stadtentwicklung sowie die Diskussionen um das Verkehrskonzept im Zuge der Marktplatzentwicklung zeigen für die Antragsteller, dass ein in sich geschlossenes Konzept weitgehend fehlt und Projekte oft unkoordiniert nebeneinander stehen.

Die Planungen zu den Innenstadtplätzen, das Verkehrskonzept und die Aktionen der „Aktiven Innenstadt“ müssten zu einem Gesamtplan verbunden werden mit dem Ziel, die Innenstadt als regionalen Einzelhandelsstandort zu stärken und damit die Lebens- und Wohnqualität für die Bürger zu verbessern. „Darüber hinaus müssen die Gebiete, die sich derzeit in der Entwicklung befinden, in ein Gesamtkonzept einbezogen werden“, heißt es.

Zur Finanzierung des Ganzen weisen die antragstellenden Fraktionen auf den Masterplan der Stadt Köln hin. Dort sei der Prozess von der IHK mitgestaltet und mitfinanziert worden.

Konkret schlagen CDU und FDP vor, dass der Masterplan unter Einbeziehung der Bürgerschaft sowie von Vereinen, Institutionen und Verbänden erarbeitet wird. Zur Steuerung soll eine Lenkungsgruppe aus Verwaltung und je einem Vertreter der Fraktionen sowie der wesentlichen Akteure in der Innenstadt (IHK, Einzelhandelsverbände, Treffpunkt Offenbach) gebildet werden. Darüber hinaus seien Phasen der direkten Bürgerbeteiligung einzuplanen.

Nachhaltige Stadtentwicklung, meinen CDU und FDP, sei das Prinzip, dem der Plan folgen müsse. Zu berücksichtigen seien dabei unter anderem der jeweilige Charakter der zu entwickelnden Viertel. Besondere Aufmerksamkeit soll benachteiligten Stadtquartieren, gewerblichen Flächen und dem Einzelhandel gelten.

Voraussetzung für den Erfolg eines solchen Plans sei, betonen Union und Liberale, dass man nicht nur Visionen habe, sondern auch Projekte daraus ableite, „damit die Planungen nicht im Unverbindlichen verharren“.

mad

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