Experten beantworten bei einer Telefonaktion Fragen unter anderem zu Versicherungen und Reiseapotheke

Gut geschützt in den Urlaub fliegen

Offenbach - (ku) Während der Reisevorbereitungen mag niemand an Unfälle oder Krankheit denken. Tatsächlich muss der ADAC aber immer mehr erkrankte oder verletzte Urlauber aus Deutschland betreuen. Weltweit transportiert der Club mittlerweile alle 30 Minuten einen Patienten zurück in ein Krankenhaus in der Heimat.

Die meisten Urlauber müssen aus Österreich, Italien, Spanien und der Türkei nach Hause geholt werden.

Zu den häufigsten Gründen für einen Arzt- oder Krankenhausbesuch gehören starke Sonnenbrände, Erkältungen, Durchfälle, Allergien und Hautverletzungen. Wer im Auslandsurlaub krank wird oder sich verletzt, muss oftmals tief in die eigene Tasche greifen, wenn er gesetzlich versichert ist und keine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen hat. In diesem Fall können leicht mehrere zehntausend Euro Zusatzkosten entstehen. Denn gesetzliche Krankenkassen übernehmen außerhalb Europas und in Ländern, mit denen Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, keine Leistungen.

Selbst innerhalb Europas zahlt die Krankenkasse ihren Versicherten nicht alle Behandlungskosten. Einen Krankentransport nach Deutschland beispielsweise erstattet die Kasse gar nicht. Auch einige private Versicherer übernehmen diese Leistung nicht. Ins Reisegepäck gehört daher in jedem Fall ein umfassender Auslandskrankenschutz.

Ein weiterer Tipp: Bevor es in den Urlaub geht, ist es ratsam, die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu lesen. Außerdem sollten die wichtigsten Reisedokumente (Pass, Flugtickets, Kreditkarten und Impfausweis) kopiert und an separater Stelle im Reisegepäck aufbewahrt werden.

Bei Reisen ins Ausland heißt es aber auch in Bezug auf die Gesundheit: Vorsorgen ist besser als heilen. Neben einem ausreichenden Impfschutz, der auf das Urlaubsland zugeschnitten sein sollte, ist es auch wichtig, eine gut sortierte Reiseapotheke im Gepäck zu haben. Außerdem ist es wichtig, einige Verhaltensregeln konsequent zu beachten, um reisespezifische Probleme zu vermeiden: So sollte im Gastgeberland nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzt oder auf frische Nahrungsmittel und deren ausreichende Erhitzung geachtet werden.

Benötigen Sie Hilfe bei Ihrem Versicherungsscheck? Welche Leistungen sind bei einem Auslands-Kranken- und Unfallschutz abgedeckt? Was gehört in meine Reiseapotheke? Wie kann ich mich vor Scheckkartenbetrug schützen? Welche Maßnahmen bewahren mich außerdem davor, Opfer eines Überfalls zu werden?

Diese und andere Fragen beantworten Experten bei einer kostenlosen Telefonaktion für die Leser unserer Zeitung am Donnerstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Am Telefon:

Sabine Eis, ADAC-Versicherungsexpertin (069/85008279);

Peter Bender, Kriminalhauptkommissar und Leiter der Polizeilichen Beratungsstelle „Polizeiladen Offenbach“, Polizeipräsidium Südosthessen (069/85008280);

Dr. Hans Rudolf Diefenbach, Apotheker (069/85008281).

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