Gespräche zahlen sich aus

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Mittags brummt’s auf der Bürgeler Langstraße.

Offenbach ‐  Frohes Wetter, frohe Gesichter: Bürgel trifft sich auf dem Bürgeler Markt. Da hat freilich alles seine Ordnung. Von Martin Kuhn

„Wir waren in der Kirche...“, lautet eine gängige Gruß-Formel. Es bleibt lediglich offen, ob am Sonntag der katholische oder der evangelische Gottesdienst gemeint ist. Zur Mittagszeit geht’s „uff die Gass’“. Auf der gesperrten Langstraße, an diesem Tag herrlich frei von Lärm und Abgasen, präsentieren sich lokale Geschäfte, Handwerker und Dienstleister.

Bilder vom Bürgeler Markt

Bürgeler Markt

Der Markt, organisiert vom Verein Bürgel aktiv, versteht sich als verkaufsoffen. Ob an diesem Sonntag aber besonders viel verkauft wird, ist zu bezweifeln. Gut, eine Grünpflanze oder Haushaltswaren passen in nahezu jede Tüte. Aber im Vorbeigehen erwirbt man nicht mal eben einen Flachbild-Fernseher, einen Schreibtisch, einen Mallorca-Urlaub oder einen Teppichboden. „Wir öffnen unseren Laden auf den Bürgersteig, bauen so vielleicht die eine oder andere Hemmschwelle ab und kommen mit den Leuten ins Gespräch“, verrät ein Geschäftsmann. Und dann? „Alles weitere klären wir später ab; gegebenenfalls auch direkt bei unseren Kunden zu Hause.“

Also lautet das Motto: Sehen und gesehen werden. Das trifft zu auf Stadtverordnetenvorsteher Erik Lehmann, Sozialminister Stefan Grüttner und alle anderen Honoratioren – etwa das Kerbteam um Werner Schuster.

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