Gesuchte stellen sich der Polizei

Offenbach - (tk) Nicht ausgeschlossen, dass zu stark wurde, was bei der Polizei „medialer Druck“ heißt. Vermutlich hat das zeitungslesende Umfeld zweier junger Männer diese bewogen, sich am späten Mittwochabend der Polizei als diejenigen zu stellen, nach denen im Zusammenhang mit den Messerstichen und Schlägen vor der Bieberer Kneipe „Moni’s Treff“ gefahndet wurde.

Wie berichtet, war in der Nacht zum Montag in der Seligenstädter Straße ein 32-jähriger Offenbacher lebensgefährlich verletzt worden. Aufgrund von Zeugenaussagen suchte die Kripo einen jüngeren Großen mit einem Tattoo an der Wade und einen älteren Kleinen mit Dreitagebart. Es meldeten sich nun freiwillig ein 20-jähriger Bieberer beim 1. Polizeirevier, sowie ein 22-jähriger Offenbacher zunächst telefonisch, tags darauf dann persönlich. Der Ältere sagte aus, schildert allerdings einen anderen Ablauf, als es bislang berichtet wurde. Details halten die Ermittler aus taktischen Gründen zurück. Der Jüngere, der zugestochen haben soll, schweigt bislang.

Weitere Zeugen, Anwohner oder Gäste, wären der Kripo willkommen: Noch ist unklar, was den zunächst verbalen Streit zwischen dem hinreichend polizeibekannten späteren Opfer und den im Bierlokal wohl nicht unbekannten jungen Männern ausgelöst hat. Auch dürfte für die Bewertung der Bluttat eine Rolle spielen, von wem außerhalb der Kneipe die körperliche Aggression ausging.

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