Getrübte Bad-Bilanz

Offenbach - Der Sommer 2011, der sich vor allem im April abspielte, hat seine Spuren in der Kasse des Ersten Offenbacher Schwimmclubs (EOSC) hinterlassen, welcher bekanntlich für die Stadt das einzige Schwimmbad Offenbachs betreibt. Von Matthias Dahmer

In einer ersten Bilanz zur am Montag zu Ende gegangene Freibad-Saison geht Matthias Wörner, Schatzmeister und kommissarischer Vorsitzender des EOSC, davon aus, dass in diesem Jahr mindestens 50 .000 Euro weniger eingenommen wurden als üblich. Weil derzeit noch der Kassensturz läuft, stehen genaue Zahlen dazu sowie zur Anzahl der Besucher auf der Rosenhöhe noch nicht fest. Im vergangenen Jahr zählte man im Waldschwimmbad 50.000 zahlende Gäste.

Fest steht für Wörner, der die Geschicke des EOSC zunächst bis zum April 2012 lenkt, dass die Stadtpolizei wesentlich zur Verbesserung der Sicherheit im Bad beigetragen hat. „Am Anfang der Saison war die Situation doch massiv durch Diebstähle belastet“, sagt Wörner. Das unangekündigte Erscheinen der Stadtpolizisten habe das Ganze dann entschärft, richtet der EOSC-Boss ein Dankeschön an die Stadt.

Ab 10. Oktober könnte in der Halle geschwommen werden

Das Bad-Team hat am Dienstag begonnen, den Umbau für die Wintersaison vorzubereiten. Am kommenden Samstag soll die Traglufthalle über das große Becken gezogen werden. Wenn es gut läuft, das Wetter mitspielt, könnte in der Woche ab dem 10. Oktober in der Halle geschwommen werden. Bis dahin ist das nicht überdachte 25-Meter-Becken täglich von 9 bis 14.30 Uhr geöffnet.

„Für den Winterbetrieb und den Schwimmunterricht der Schulen brauchen wir dringend neue Schränke in den Umkleiden“, richtet Matthias Wörner einen Appell an die Stadt. Weil die alten Spinde aufgrund von Vandalismusschäden nicht mehr zu gebrauchen seien, müssten die Schüler ihre Bekleidung auf dem feuchten Boden der Sammelumkleide ablegen - eine untragbare Situation.

Jürgen Weil, Leiter des städtischen Sportbüros, konnte gestern zu dem Anliegen des EOSC noch nichts sagen. Immerhin: Zusätzliche Beträge von bis zu 50.000 Euro, hatte Oberbürgermeister und Sportdezernent Horst Schneider im Juni versichert, müssten im städtischen Etat immer drin sein. Die Stadt bezuschusst das Bad mit jährlich 440.000 Euro.

Rubriklistenbild: © Georg

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