Bürogebäude auf der Hafeninsel

Gewerbe geht vor Anker

Daniela Matha, Sina Lupp von der ausführenden Baufirma, Architekt Andreas Schmitt und Bauherr Stephan Haack (von links) haben die gestrige Ausgabe unserer Zeitung ins Kupferrohr gelegt, bevor dieses im Fundament des neuen Baus verschwindet.
+
Daniela Matha, Sina Lupp von der ausführenden Baufirma, Architekt Andreas Schmitt und Bauherr Stephan Haack (von links) haben die gestrige Ausgabe unserer Zeitung ins Kupferrohr gelegt, bevor dieses im Fundament des neuen Baus verschwindet.

Offenbach - Dass das Hafenviertel nicht nur als Wohn-, sondern auch Gewerbegebiet zu verstehen ist, betonten Bauherren und Stadtwerke bei der Grundsteinlegung für das neue Gebäude der HK-Unternehmensgruppe gleichermaßen. Von Marian Meidel

Unmittelbar neben der Deutschlandzentrale des Baustoffhandelsunternehmens Saint Gobain entsteht ein siebengeschossiges Haus mit Büros und Wohnungen. Ungünstigeres Wetter hätten sich die HK-Unternehmensgruppe und die Offenbacher Stadtwerke (SOH) für ihre Grundsteinlegung kaum aussuchen können: Von eiskaltem Sprühregen umtost, ist die Baustelle auf der Hafeninsel 11 gestern ein überaus unwirtlicher Ort gewesen. Auch war die Bodenplatte noch nicht fertig, sodass der Grundstein somit nur symbolisch gelegt werden konnte. Manchmal läuft’s eben, und manchmal nicht.

Den widrigen Umständen zum Trotz haben gestern sowohl die Bauherren als auch OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha betont, dass die neue Immobilie etwas Besonderes sei. Ein künftig unübersehbares Zeichen dafür, dass die Hafeninsel nicht nur als Wohn-, sondern auch als Gewerbegebiet zu verstehen ist.

„Für uns ist es ein weiterer Baustein, den Hafen als Gewerbestandort zu positionieren“, sagt Matha im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es füllt sich jetzt langsam.“ Im neuen Viertel seien bereits mehrere Unternehmen positioniert, eine genaue Zahl kann sie aus dem Kopf nicht nennen. „Die Größten sind auf jeden Fall Saint Gobain und die HK-Unternehmensgruppe, die sich jetzt hier ansiedelt.“

Auch die Vertreter von Letztgenannter sind mit ihrem neuen Standort am Hafen zufrieden. Rechtsanwalt und Bauherr Stephan Haack betont: „Die Hafeninsel ist einer der attraktivsten Orte im gesamten Rhein-Main-Gebiet.“ Wie die HK Steuerberatung und HK Immoinvest, gehört auch die Haack Partnerschaftsgesellschaft zu der Offenbacher Unternehmensgruppe, deren neues Bürogebäude nun im Hafen verankert wird. Ihren Hauptsitz hat die 1973 gegründete Gesellschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Notaren nach wie vor an der Berliner Straße 219.

Stephan Haacks Bruder und Geschäftspartner Marcus Haack sieht die Hafeninsel auch als strategisch günstige Position: „Das muss man auch mal sagen, die Nähe zu Frankfurt, gerade zur Europäischen Zentralbank, ist für uns und unsere Klienten sehr günstig.“

Auf dem 1358 Quadratmeter großen Hafen-Grundstück zieht die Unternehmensgruppe ein modernes Büro- und Wohngebäude hoch. „Mainblick“ soll es heißen. Die sieben oberirdischen Etagen und das Untergeschoss haben zusammen eine Bruttogrundfläche von rund 4500 Quadratmetern. Im fünften und sechsten Obergeschoss des energieeffizienten Hauses sind vier Wohnungen geplant. Die restlichen Obergeschosse sollen der reinen Büronutzung dienen. Juni 2019 soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Gibt es etwas Schöneres, als auf einer Insel zu arbeiten?“, fragt Stephan Haack und lacht.

Daniela Matha zufolge steht hinter der Wohn-Gewerbe-Mixtur im Hafen ein klares Konzept: „Der Gedanke ist, dass wir für unterschiedlichste Interessengruppen etwas anbieten wollen – für die Kreativen, aber auch für die klassisch Wirtschaftenden.“ Dass im künftigen HK-Gebäude Wohnungen – wenn auch nur wenige – angeboten werden, findet Matha begrüßenswert.

Bei dem Grundstück, das direkt neben der Deutschlandzentrale des Baustoffhandelsunternehmens Saint Gobain liegt, handelt es sich übrigens um eines der allerletzen, die auf der Insel bislang noch frei waren. „Im ersten Bauabschnitt haben wir noch ein Grundstück – da sind wir aber auch gerade schon an der Vermarktung“, so Matha. „Im zweiten haben wir alle schon vermarktet, und im dritten haben wir noch zwei, sodass wir im Moment noch über drei Grundstücke sprechen.“ Wobei, räumt Matha ein, die drei bereits verbindlich reserviert sind. Von wem, verrät sie noch nicht.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare