Neuer Schulleiter an GTS

Ein Mann mit besonderen Kompetenzen

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Seit gestern ist Johannes Leist (rechts) neuer Schulleiter an den Gewerblich-technischen Schulen. In das Amt eingeführt hat ihn der Leitende Schulamtsdirektor Reinhard Jenkner.

Offenbach - Ein Namensschild vor seinem Büro hat Johannes Leist schon. Die ersten Erfahrungen am neuen Arbeitsplatz muss der Schulleiter der Gewerblich-technischen Schulen (GTS) allerdings noch sammeln.Von Christian Wachter

Gestern hat Johannes Leist die Nachfolge von Manfred Gütlein angetreten und gleich darum gebeten, noch keine Ausführungen zum Schulkonzept zu erwarten. Schließlich lerne man sich gerade erst kennen. Deshalb sei er es dem neuen Kollegium auch schuldig, zu verraten, wer sich hinter seiner Person verbirgt: Leist ist 54 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Er lebt in Darmstadt, wo er mit den Schwerpunkten Baugewerbe und Deutsch an beruflichen Schulen auf Lehramt studierte. Nach dem Referendariat in Bensheim unterrichtete er in Michelstadt, zuletzt war er Abteilungsleiter an der Philipp-Holzmann-Schule (PHS) in Frankfurt.

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Lange sah es nicht so aus, als ob er nahtlos in sein Amt eingeführt werden könnte. Erst vergangenen Donnerstag wurde Manfred Gütlein verabschiedet, auch die Entscheidung des Kultusministeriums ist noch nicht alt. Nachdem diese gegen einen Mitbewerber und für Leist gefallen war, bedurfte es des Engagements von Bürgermeister Peter Schneider, um die Personalie noch kurzfristig auf die Tagesordnung des Magistrats zu bringen. Dass so keine Vakanzen entstanden seien, sei eher unüblich, sagt Reinhard Jenkner, Leitender Schulamtsdirektor, der Leist das Amt überträgt. Besonders, so Jenkner, seien auch die Anforderungen, die inzwischen an Schulleiter selbstständiger Bildungseinrichtungen wie der GTS gestellt werden: Fähigkeiten in Sachen Leadership und Management seien gefragt; Treiber der Qualitätsentwicklung im Verhältnis zwischen schulischer Eigenverantwortung und staatlicher Aufsicht müsse man sein. Weil es selbstständige Schule und nicht selbstständiger Schulleiter heiße, sei auch ein kommunikatives Wesen unabdingbar.

Leist gibt sich in seiner Begrüßungsrede gewappnet für die Kernkompetenzen. Durch eine fünfjährige Teilabordnung bei der PHS an das staatliche Schulamt Frankfurt habe er die Umsetzungsmöglichkeiten bildungspolitischer Forderungen intensiv kennengelernt. Auch die Erfahrungen vorheriger beruflicher Stationen seien hilfreich. Die nächste Zeit will er unter der Überschrift „Das Wir ist entscheidend“ nutzen. Die Kollegen bittet er: „Geben sie sich und mir die Chance, den Weg zum Wir gemeinsam zu gehen.“

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