G + H Netzwerk-Design aus Offenbach

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Jürgen Bähr (links) und Thomas Gertler haben vor zehn Jahren das IT-Unternehmen G + H Netzwerk-Design in Offenbach gegründet.

OFFenbach - Die Offenbacher IT- und Software-Schmiede G + H Netzwerk-Design will im zehnten Jahr ihres Bestehens Unternehmen das Leben leichter machen. Von Marc Kuhn

Viele Beschäftigte kennen das Problem: Die IT ist aus dem täglichen Berufsleben nicht mehr wegzudenken. Allerdings sind Chefs und Angestellte meist auf mehrere Anwendungen angewiesen. So wird die Arbeit erschwert. Die Experten von G + H Netzwerk-Design aus Offenbach wollen ihnen das Leben mit einer neuen IT-Lösung leichter machen. Sie haben Inchorus entwickelt und wollen die Software bald auf den Markt bringen. Inchorus bedeute: Im Einklang sein, ein Chor sein, sagt Geschäftsführer Thomas Gertler. Vor zehn Jahren hat er mit Jürgen Bähr die Firma gegründet.

Damals habe das Unternehmen fünf Mitarbeiter gehabt, heute seien es 25, erklärt Bähr. Im vergangenen Jahr sei ein Umsatz in Höhe von knapp vier Millionen Euro erwirtschaftet worden. Bähr, ebenfalls Geschäftsführer, ist sich sicher, dass die Erlöse in diesem Jahr steigen werden. „Wir wollen moderat wachsen“, ergänzt Gertler. Die Mitarbeiter profitieren über ein Provisionsmodell vom Erfolg der Firma - jeden Monat wird abgerechnet. Der Grundstein für weiteres Wachstum sei gelegt, berichten die Geschäftsführer von G + H Netzwerk-Design. Sie denken auch über Neueinstellungen nach, wie Bähr erläutert.

Die Zuversicht wird auch von Inchorus gespeist. „Dabei geht es um die Möglichkeit, Webportale aufzubauen, in denen Mitarbeitern wichtige Informationen aus verschiedenen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden“, sagt Gertler. Auf diese Weise soll der Nutzer sich schnell zurechtfinden. Zur Veranschaulichung verweist der Geschäftsführer auf die eigene Seite. So zeigt Inchorus zum Beispiel den Chefs der Offenbacher IT-Schmiede verschiedenen Punkte auf: Welche Urlaubsanträge bearbeitet werden müssen. Welche Kollegen krank sind. Wie der Stand der Aufträge ist. Welche Projekte aus dem Budget laufen. Welche Kunden unbedingt angesprochen werden müssen. Nach den Worten von Bähr zeigen Farben von Grün bis Rot, wo im Unternehmen Handlungsbedarf besteht. Für jeden Mitarbeiter könne die Seite so gestaltet werden, dass sie zu seinem Arbeitsbereich passe, erklärt Gertler. Sie sei „extrem personalisiert“. Zudem könne die auf den Angestellten zugeschnittene Homepage von überall erreicht werden, fügt Bähr hinzu.

Das deutschlandweit tätige Unternehmen hat Erfahrungen mit Kunden in die neue Software-Lösung einfließen lassen. G + H Netzwerk-Design versteht sich als Systemintegrator, der auch in der Entwicklung von Produkten und im Support - so der Branchenjargon - engagiert ist. Kunden werden in den Bereichen IT-Infrastruktur, Webseiten, Portale und bei individuellen Entwicklungen unterstützt. Im Support-Sektor will das Offenbacher Unternehmen im Jubiläumsjahr und künftig stark wachsen. „Das Geschäft lief früher nebenbei, jetzt haben wir es stark professionalisiert“, erklärt Gertler. Serverabsturz, Netzwerk- oder Mailprobleme - die Offenbacher helfen auch kleineren Betrieben. Sie setzen dabei vor allem auf Kunden in Stadt und Kreis, denen an bis zu sieben Tagen in der Woche ein 24-Stunden-Service geboten werden kann. Schließlich haben Gertler und Bähr die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen die Pflege und Wartung von IT-Systemen gerne teils oder ganz auslagern. „Wir sind der verlängerte Arm der IT-Abteilung“, erklärt Gertler.

Darüber hinaus will G + H Netzwerk-Design bald die nächste Version seiner erfolgreichen Sicherheits-Software Daccord an den Start bringen. Mit ihr kann die Transparenz und die Kontrolle von Zugriffsrechten auf Computersystemen in großen, mittleren und kleineren Firmen geregelt werden. „Der Anspruch an die IT-Sicherheit und Nachvollziehbarkeit - wer darf was - steigt stark, auch seitens des Gesetzgebers“, berichtet Bähr. Daccord sammelt Informationen über Benutzerrechte aus verschiedenen Datenbanken, die zu einem Unternehmen gehören. So kann festgestellt werden, welcher Mitarbeiter Zugang zu welchen Informationen hat. Gibt es Veränderungen bei Zugriffsrechten in einem Unternehmen, fällt das auf und die Verantwortlichen können entsprechend handeln. Genutzt wird Daccord zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Daccord gibt dem DWD die Möglichkeit, schnell und einfach zu überprüfen, wie es um die Zugriffssberechtigungen auf die verschiedenen IT-Systeme bestellt ist“, hieß es.

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