Angeklagter seit März im Gefängnis

Gericht prüft Haftbefehl von mutmaßlichem Würth-Entführer

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Prozess um Würth-Entführung

Gießen/Offenbach - Im Prozess um die Entführung von Milliardärssohn Würth prüft das Landgericht Gießen einen Antrag, den Angeklagten aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

Die Verteidigung habe den Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls nach der Befragung von zwei Stimmen-Experten gestellt, berichtete ein Gerichtssprecher am Montag. Eine Entscheidung des Gerichts erwartete er nicht vor Anfang der kommenden Woche. Der 48 Jahre alte Angeklagte sitzt seit März im Gefängnis. Er soll den behinderten, erwachsenen Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und am Telefon drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Die Ermittler vermuten, dass es mehrere Täter gab. Die Stimme des Angeklagten spielt eine zentrale Rolle in dem Verfahren, denn die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage zu großen Teilen auf einen Telefon-Mitschnitt der Erpresserstimme, die sie dem Mann zuordnet. Die Gutachter stützen diese Auslegung. (dpa)

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