Mutter des Opfers sagt aus

Entführungsfall Würth: Offenbacher gibt sich als Arzt aus

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Carmen Würth (links), Mutter des Entführungsopfers Markus Würth, steht zusammen mit ihrer Anwältin Manuela Lützenkirchen vor einem Verhandlungssaal am Landgericht Gießen.

Gießen/Offenbach - Am dritten Verhandlungstag im Prozess um die Entführung von Milliardärssohn Markus Würth hat die Mutter des Opfers, Carmen Würth, ausgesagt. Laut der 81-Jährigen, hat sich der Entführer anfangs als Arzt ausgegeben.

Der Entführer des Sohnes von Schraubenmilliardär Reinhold Würth hat sich als Arzt ausgegeben, um telefonisch in Kontakt mit den Eltern des Opfers zu kommen. Das berichtete die 81-jährige Mutter des Entführungsopfers, Carmen Würth, heute als Zeugin vor dem Landgericht Gießen. Der Mann habe einen Notfall von Markus Würth vorgetäuscht und sei so an ihre Handynummer gekommen. Zu der Zeit sei sie mit ihrem Ehemann auf Geschäftsreise in Griechenland gewesen, die sie daraufhin sofort abgebrochen hätten, berichtete Carmen Würth.

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Der Entführer habe in einem der Telefonate auch mit dem Tod ihres Sohnes Markus gedroht. Angeklagt ist ein 48-jähriger Serbe mit Wohnsitz in Offenbach. Er soll im Juni 2015 mit noch unbekannten Mittätern den behinderten Sohn des baden-württembergischen Unternehmers entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben.

Entführungsfall Würth: Bilder zum Prozess

Das damals 50-jährige Opfer lebte zum Zeitpunkt der Entführung in einer integrativen Wohngruppe für behinderte und nicht-behinderte Menschen im osthessischen Schlitz. Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg gefunden, an einen Baum gekettet, aber unversehrt. (dpa)

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