Schaden für die Stadtkasse

Offenbach (kat) - Dass Offenbachs Straßen nicht auf fast 25 Meter lange Lastwagen, die sogenannten Gigaliner, eingestellt sind, sorgt Markus Werner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Innenstadt.

In einer Pressemitteilung kritisiert er den umstrittenen Gigaliner-Feldversuch von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der dieses Jahr gestartet ist.

„Der Feldversuch auf ausgewählten Fernstraßen von Logistikzentrum zu Logistikzentrum ist nur der erste Schritt“, glaubt Werner. Die Waren, die diese Gigaliner transportieren, müssten schließlich auch zu den Menschen in die Kommunen und Städte gelangen. Daher sei es logisch, dass diese Lkw mit Überlänge bald mit all ihren Nachteilen in den hessischen Ortschaften zu „bewundern“ seien. Kreisverkehre und so manche Straße seien aber gar nicht für die Monsterlaster ausgelegt. An den baulichen Veränderungen und die Kosten für den Offenbacher Haushalt für die Instandhaltung der Straßen möge man da nicht mal denken.

Auch müsse man sich Sorgen um die Fahrer machen. Langzeitstudien in Ländern wie etwa Schweden, in denen Gigaliner schon fahren, hätten ergeben, dass die Lenker einem enormen physischen Stress ausgesetzt seien. „Das führt ebenfalls zu unsicherem Fahrverhalten und unsicheren Straßen“, meint der Sozialdemokrat. Das Land Hessen müsse sich gegen den Feldversuch zu Wehr setzen, findet Werner abschließend.

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