Kosten für Abfallentsorgung in Offenbach und Frankfurt

Gleicher Müll, andere Preise

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Offenbach - Solch ein Müll. Von diesem sind in der Region jährlich etwa 350.000 Tonnen zu entsorgen - zu höchst unterschiedlichen Preisen, wie nun eine Untersuchung des Landesrechnungshofs ergeben hat.

Für die „172. Vergleichende Prüfung Abfallentsorgung in Großstädten“ waren Gutachter beauftragt, die Müllgebühren in Offenbach, Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel zu prüfen. Die Ergebnisse liegen nun den genannten Städten zur Stellungnahme vor, im Herbst will sie der Rechnungshof offiziell vorstellen.

Die Prüfer haben den Kommunen aber nicht nur Zahlen geschickt, sondern sollen diese auch kommentiert und die Städte Offenbach und Frankfurt auf zu hohe Kosten für die Abfallentsorgung hingewiesen haben. 239,50 Euro für 1000 Kilogramm entsorgten Müll hätten Offenbacher und Frankfurter zu berappen, während für die selbe Menge in Kassel nur 203 Euro, in Darmstadt nur 208 Euro und in Wiesbaden gar nur 101 Euro fällig seien. „Äpfel mit Birnen“ sieht hier Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider (Grüne) verglichen, der auf die Besonderheit der Zusammenarbeit von Offenbach, Frankfurt, Maintal, sowie der Kreise Offenbach, Main-Taunus und Hochtaunus hinweist.

Diese Kommunen haben ihre Abfallentsorgung an die 1998 gegründete Rhein-Main-Abfall GmbH (RMA) delegiert und diesen Vertrag erst vor zwei Jahren bis 2023 verlängert. Die RMA kümmere sich nicht nur um die Müllentsorgung, sondern auch um Altlasten auf früheren Mülldeponien oder aber die Instandhaltung der Müllverbrennungsanlagen in Frankfurt und Offenbach. Diese Kosten seien in der Entsorgungsgebühr inbegriffen, sagt Schneider.

isi

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