GOAB-Pleite

Hoffnung trotz Insolvenz

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Offenbach - Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten der angeschlagenen Gemeinnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (GOAB). Von Matthias Dahmer

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Für das aus zwölf Einzelbetrieben bestehende städtische Unternehmen, bei dem Anfang Dezember ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, stehen die Chancen gut, dass ein großer Teil der 205 Jobs erhalten bleibt. Wie die Frankfurter Insolvenzverwalterin Petra Heidenfelder gestern auf Anfrage mitteilte, werde es die GOAB als Einheit zwar künftig wohl nicht mehr geben. Derzeit würden Gespräche über den Verkauf von Unternehmensteilen geführt, wenn es gut laufe, könnten aber bis zu 150 Arbeitsplätze erhalten werden.

Weit gediehen sind offenbar die Pläne zum GOAB-Recyclingzentrum, wo in großem Stil Elektro-Altgeräte verwertet und entsorgt werden: Der zur Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) gehörende Stadtdienstleister ESO wird diese Stütze des GOAB-Geflechts übernehmen. Ein entsprechender Beschluss wurde nach uns vorliegenden Informationen in der jüngsten Sitzung des SOH-Aufsichtsrats gefasst. Heute steht die Übernahme auf der Tagesordnung der Magistratssitzung. „Wir haben ein großes Interesse an der Übernahme. Das Recyclingzentrum passt hervorragend in unser Unternehmen“, sagte ESO-Geschäftsführer Markus Patsch. Damit könne der ESO sein Diensleistungsangebot erweitern. Details zur Zukunft der GOAB sollen in der nächsten Woche bekannt gegeben werden. Dazu gehört auch das Bestreben, die hoch gelobte Ausbildungswerkstatt zu retten. Es gebe dafür mehrere Interessenten, auch die Stadt lote Möglichkeiten einer Übernahme aus, so Sozialdezernent  Felix Schwenke.

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