Diese Gesetze können den Vatertagsausflug vermiesen

Alles, was Spaß macht - alles, was Recht ist

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Klar: Ein Vatertagsausflug ist kein Gesprächskreis. Doch allzu ausgelassenes Treiben kann durchaus Folgen haben.

Offenbach - Die einen finden’s klasse, die anderen brauchen’s nicht unbedingt. Fakt ist: An Christi Himmelfahrt ziehen viele Gruppen von Männern um die Häuser beziehungsweise durch die Felder. Sie feiern halt Vatertag. Doch Vorsicht: Es lauern rechtliche Fallen. Welche das sind? Die Deutsche Anwaltauskunft klärt auf.

Grillen in der Natur: Nur an ausgewiesenen Plätzen erlaubt

Hier unterscheiden sich die Vorschriften von Gemeinde zu Gemeinde, übergreifend gilt: „Es darf überall da gegrillt werden, wo die Erlaubnis sichtbar ist, etwa durch ein Hinweisschild“, erklärt Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher der Deutschen Anwaltauskunft. Wer jenseits ausgewiesener Plätze grillt, riskiert ein Bußgeld. Besonders in Naturschutzgebieten kann das teuer werden. Zudem gilt überall: Wenn alles aufgegessen ist, muss der gesamte Müll mitgenommen werden.

Betrunkene Fußgänger: Bei Unfällen mitschuldig

Zwar gibt es in Deutschland keine Promille-Grenzen für Fußgänger, doch müssen auch betrunkene Passanten durchaus mit Konsequenzen rechnen, zumindest dann, wenn sie an einem Verkehrsunfall beteiligt sind. Denn wenn ein Gericht feststellt, dass der betrunkene Fußgänger an dem Unfall schuld ist, haftet auch er.

Alkohol an Steuer und Lenker: Unfallhöhepunkt

Laut Statistischem Bundesamt steigt die Zahl alkoholbedingter Verkehrsunfälle an Christi Himmelfahrt auf das Dreifache eines durchschnittlichen Tages. 2012 etwa passierten an diesem Tag 292 Unfälle, bei denen mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand. Durchschnittlich waren es täglich 108 Alkoholunfälle im gleichen Jahr. Zudem sollten sich betrunkene Vatertags-Ausflügler davor hüten, aufs Fahrrad zu steigen. Zwar liegt die Promille-Grenzen hier mit 1,6 etwas höher als beim Autofahren, doch kann betrunkenes Radeln trotzdem den Führerschein gefährden.

„Wildpinkeln“ kann teuer werden

„Wildpinkeln ist eine Ordnungswidrigkeit und wird bestraft“, sagt Swen Walentowski von der Anwaltauskunft. Die Strafen unterscheiden sich je nach Kommune, in seltenen Ausnahmefällen kann öffentliches Urinieren in einigen Städten bis zu 5 000 Euro kosten. Zudem gibt es Unterschiede je nach dem Ort des Geschehens. Hauswände zu bepinkeln ist in der Regel teurer als das Geschäft in Wäldern oder Parks zu erledigen.

Nackt an der frischen Luft: Nur ohne Mitmenschen

Zuletzt noch zu einem speziellen Bedürfnis, das den einen oder anderen Vater im Rausch überkommt. Wer im Überschwang blank ziehen und seine Klamotten ablegen will, sollte darauf achten, nicht von anderen Menschen umgeben zu sein. Anwaltssprecher Walentowski: „Wer nackt in der Öffentlichkeit ist, kann eine Ordnungswidrigkeit begehen, wenn sich andere Menschen dadurch belästigt fühlen.“

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