Größte Einzelinvestition seit Jahrzehnten

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So wird die neue Schule aussehen. Sie freuen sich darüber, dass es losgehen kann (von links): OB Horst Schneider, OPG-Chefin Daniela Matha, Bauamtsleiterin Susanne Schöllkopf, Bürgermeister und Kita-dezernent Peter Schneider, Stadtrat und Schuldezernent Felix Schwenke.

Offenbach - Mit von der Aufsichtsbehörde genehmigten 26,6 Millionen Euro ist die geplante Hafenschule eine der größten Einzelinvestitionen, welche die Stadt in den vergangen Jahren gestemmt hat. Von Matthias Dahmer

„Finanziell hat das die gleiche Dimension wie der Kaiserei-Umbau“, macht Susanne Schöllkopf deutlich. Die Bauamtsleiterin ist gestern Vormittag eine von sieben Personen, die das Vorhaben vorstellen.

Und sie wirbt um Verständnis für den Zeitplan. Wegen der Komplexität des Verfahrens, bei dem erstmals seit langem ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben war, wegen der Beauftragung von bis zu zwölf Ingenieur-Büros für einzelne Bauphasen, wegen der Einbeziehung von Schul- und Jugendamt werden voraussichtlich erst in vier Jahren die ersten Grundschüler am Nordring unterrichtet.

Verzögert hat das Bauprojekt aber auch der Offenbach auferlegte Sparzwang: Nachdem schon im August 2011 hoffnungsvoll die Pläne präsentiert worden waren, hat der Regierungspräsident gebremst und wollte mögliche, kostengünstigere Alternativ-standorte geprüft wissen. Am Ende war’s dann doch der Nordring, der später einmal Hafenallee heißen soll. Geplant wird nun allerdings als Tribut an Sparvorgaben ohne Tiefgarage und mit einem unwesentlich niedrigeren Energiestandard.

„Massive Kapazitätsprobleme an der Goethe-Schule“

Das Vorhaben sei auf 26,6 Millionen gedeckelt, betont Susanne Schöllkopf. Und wenn es, wie bei solchen Großprojekten nicht unüblich, teurer wird ? „Dann werden wir an der Qualität schrauben müssen.“

Für Oberbürgermeister Horst Schneider, der von der Heterogenität des künftigen Hafenviertels schwärmt, ist die neue Schule das „infrastrukturelle Gelenkstück“ zum Nordend. Überhaupt werde sie vorwiegend für das bestehende Quartier mit seinem wachsenden Anteil an Kindern gebaut.

Schuldezernent Felix Schwenke räumt ein, es gebe massive Kapazitätsprobleme an der Goetheschule. Er schließt nicht aus, dass bis zur Eröffnung der Hafenschule doch noch Klassen ausgelagert und mit Bussen in andere Schulen gebracht werden müssen. Dem Image des neuen Hafenviertels täte es nach Schwenkes Ansicht gut, wenn die neue Schule zum einen ein Ganztagsangebot hätte, wofür die Stadt die baulichen Voraussetzungen schaffe, und wenn zum anderen bilingualer Unterricht möglich wäre. Beides müsse letztlich das Land entscheiden.

Lob für‘s Einheitskonzept

Bürgermeister Peter Schneider lobte das Konzept der Einheit von Kita und Schule. Mit der Schaffung von je nach Gruppenstärke 140 bis knapp 180 Krippen- und Kitaplätzen werde Druck von der Betreuungssituation im Nordend genommen. Die geplanten Sporthallen bezeichnete Schneider als eine Option für ein Domizil der Samurai-Judokas.

Für Daniela Matha, Chefin der für die Hafenentwicklung zuständigen OPG, ist das grüne Licht vom RP für die Schule auch ein Signal für private Investoren. Das Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger der Stadt werde dadurch gestärkt.

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