Diskussion über Qualität führen

Grüne für neues Konzept bei City-Festen

Offenbach - Im Zuge der Diskussionen um die Absage des Bierfestes seitens des Veranstalters Hans Peter Kampfmann  halten es die Grünen für unrealistisch, so kurzfristig noch ein Fest dieser Größe zu stemmen.

Keinesfalls könne das, wie von der SPD unter anderem vorgeschlagen, von einem Ein-Mann-Betrieb geleistet werden, so der grüne Stadtverordnete Kai Schmidt. Bei dieser Sachlage einen interfraktionellen Antrag zur Rettung des Bierfestes stellen zu wollen (wir berichteten) und diesen gleichzeitig, ohne auf Reaktion der in der Stadtverordnetenversammlung versammelten Fraktionen zu warten, an die Presse zu geben, sei unüberlegt und als oppositionelles SPD-Getöse zu werten, so Schmidt weiter.

Auch im Nachgang zu den laut Veranstaltern gesunkenen Einnahmen der „Offenbacher Woche“ gelte es nun, eine Diskussion über die grundsätzliche Qualität der Feste in der Innenstadt zu führen. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wollen die Grünen die bestehenden Veranstaltungskonzepte für die Innenstadt überarbeiten. Schmidt: „Selbstverständlich wollen wir die Tradition von Festen in der Innenstadt aufrecht erhalten. In der Frage der Qualität der Feste gehen die Meinungen seitens der Bürger, aber vor allem auch der in der Innenstadt vertretenen Einzelhändler weit auseinander, wie wir Grünen aufgrund von Gesprächen wissen.“ Das intransparente Verfahren der Erhebung von Standgebühren führe nicht nur bei der Stadt zu Unmut. Das müsse ein Ende haben und einvernehmlich mit den bisherigen oder neuen Veranstaltern geklärt werden.

„Wenn dies erreicht ist, kommt man wieder zu einer Sachlage, die die aktive Einbindung vielfältiger Akteure ermöglicht“, so Schmidt.

Neue Bilder des Bierfests 2016 auf dem Aliceplatz

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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