Grünes Licht für neues Stadion in Offenbach

Offenbach - Offenbach und seine Kickers sollen ein neues Stadion für 18000 Zuschauer bekommen. Der Magistrat der Stadt hat gestern Nachmittag ein Konzept für Neubauplanung, Finanzierung und Betrieb der Sportstätte auf dem Bieberer Berg verabschiedet. Von Thomas Kirstein

Das von der Stadtwerke-Tochter Sport- und Freizeit GmbH (SFO) erarbeitete detaillierte Papier war offensichtlich rundum überzeugend und hat auch bisherige Skeptiker mit der Neubau absicht versöhnt. So freut sich OFC-Vizepräsident Thomas Kalt über einen einstimmigen Beschluss des Gremiums, wollte sich gestern allerdings weitere Kommentare bis zu einer heutigen Pressekonferenz aufsparen.

Wie zu erfahren war, sieht der Grundsatzbeschluss einen Neubau für 25 Millionen Euro vor - einschließlich aller Nebenkosten und der notwendigen Infrastruktur. Zehn Millionen soll die Stadt über ihre Stadtwerke beisteuern. Die Kickers beteiligen sich über eine Jahresmiete; „andere Finanzierungsquellen“ - gemeint ist wohl das Land Hessen - sollen sprudeln.

Die Option, das bestehende Stadion am Bieberer Berg zu sanieren, ist mit der Verabschiedung des Konzepts und vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung hinfällig.

Die Fakten aus der Pressekonferenz lesen Sie hier.

Einzelheiten will Oberbürgermeister Horst Schneider heute vorstellen. Generell verspricht er, es werde in enger Kooperation mit dem Verein ein Stadion exakt am jetzigen Platz geben, das Tradition berücksichtige und die Zukunftsfähigkeit des Profifußballs in Offenbachs garantiere: „Es wird kein Wellblech-Platz, aber auch kein Marmor-und-Granit-Palast.“

Schneider gibt sich erleichtert, dass nach monatelangen, teils heftigen Debatten dank der guten SFO-Vorarbeit ein Konsens gefunden wurde.

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