Grünpflege so teuer wie in Frankfurt

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Das städtische Grün zu pflegen, das ist in Offenbach keine billige Leistung.

Offenbach - Das Grün der Stadt ist ein vergleichsweise teures. 2013 hat der Landesrechnungshof die Kosten der Grünpflege in Hessens aufgelistet.

Dabei ergab sich, dass Offenbach beim Aufwand für einen Quadratmeter Grün nicht weit hinter dem als zu hoch eingestuften Wert für Frankfurt liegt: Die Metropole gibt 2,68 Euro im Jahr aus, ihre kleinere Nachbarkommune mit 2,63 Euro nicht entscheidend weniger. Die zwei hängen andere Städte deutlich ab: Marburg kommt mit 2,06 Euro aus, es folgen Darmstadt (1,92), Hanau (1,86), Wetzlar (1,80), Rüsselsheim (1,77), Fulda (1,61) und – konkurrenzlos billig – Gießen mit 99 Cent.

Mitverantwortlich für Frankfurts Spitzenposition werden hohe Personalkosten pro Mitarbeiter gemacht. Für Offenbachs ESO-Leute trifft das kaum zu. Auf Nachfrage beim Stadtdienstleister, warum er für den Quadratmeter mehr als das Zweieinhalbfache des Gießener Aufwands verbuchen muss, kommt die örtliche Struktur ins Spiel: In Offenbach (226 von 4489 Hektar Stadtgebiet sind Grün, wozu auch Spiel- und Sportplätze gehören) sind mit 40 Prozent überdurchschnittlich viele Flächen intensiv zu betreuende Grünanlagen und Parks, so ESO-Sprecher Oliver Gaksch.

Große Flächen wie in Gießen, bei denen es mit zweimaligem Mähen im Jahr getan ist, fehlen weitgehend. Mit nur fünf Prozent weist Offenbach zudem unter den Hessen hessenweit den geringsten Wert an pflegeleichten Biotopen auf. Gaksch weist darauf hin, dass in Offenbach auch die Unratbeseitigung auf Grünflächen Bestandteil des Kostenansatzes ist. 

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tk

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