Unruhegeist und Geduldsengel

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Urkundlich verabschiedet wurden am Freitagabend Elisabeth und Günter Schmidt durch ihre Vorstandskollegen.

Offenbach - Stolze 125.000 Stunden hat Günter Schmidt ehrenamtlich geleistet – für den Bezirk Offenbach des Betriebssport-Verbandes (BSV) Hessen. 40 Jahre hat er sich als Vorsitzender zusammen mit seiner Frau Elisabeth für den Verband engagiert. Von Peter Back

Für diese außerordentliche Leistung wurden beide beim Bezirkstag in der Gaststätte der Sportunion in Mühlheim mit einer handgefertigten Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Unter dem Beifall der 34 stimmberechtigten Mitglieder und zahlreicher Ehrengäste stellte Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel fest: „In meiner langen Laufbahn habe ich es noch nie erlebt, dass ein Ehepaar so lange so harmonisch zusammenarbeitet.“ Vor allem hob er die unendliche Geduld von Elisabeth Schmidt hervor, die gemeinsam mit dem „Unruhegeist“ Günter, bei dem es immer vorwärts gehen müsse, ein phänomenales Team ergebe. „Der Erfolg des Betriebssports in Offenbach ist beiden gemeinsam zuzuschreiben“, betonte Dinkel und empfahl, die Ehefrauen öfter in die Vereinsarbeit mit einzubinden.

„Es ist schon ein Kreuz mit dem Leben zu zweit, doch viel schlimmer ist es, einsam zu sein“, gab Günter Schmidt in seiner Abschiedsrede, in der er nochmals seine Leidenschaft und Begeisterung für den Betriebssport skizzierte, den Delegierten mit auf den Weg. Und dann äußerte er seinen „letzten Wunsch“: „Bleiben Sie gesund und dem Betriebssport treu!“ Reinhard Knecht, städtischer Beauftragter des Referats Ehrenamt, bedankte sich ebenfalls bei dem viel verdienten Ehepaar. „Das Ehrenamt ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft“, sagte er.

Zahlreiche Ehrungen

Zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, dokumentieren die Lebensleistung des am 14. November 1930 in Offenbach geborenen Jubilars, der bereits ein neues Ziel im Auge hat: „Mein größter Wunsch, neben Gesundheit und Glück, ist eine Fahrt mit dem Glacier-Express durch die Schweiz.“ Als eine seiner letzten Amtshandlungen zeichnete Günter Schmidt verdiente Mitglieder aus. Sylvia und Werner Brückner wurden für ihre zehnjährige Leitung der Sparte Bowling mit der silbernen Ehrennadel des BSV Hessen ausgezeichnet, ebenso Walter Krämer, der seit vielen Jahren die Sparte Tischtennis führt, Raimund Orth, Leiter der Offenbacher 03 sowie Jürgen Szczypski, der mit seinen Bowlingmannschaften bei Hessen- und Deutschen Meisterschaften vordere Plätze erreichte.

Die goldene Ehrennadel überreichte der scheidende Vorsitzende an Eduard Kositza, der seit 1978 in wechselnden Vorstandsfunktionen tätig war und seit vielen Jahren das Finanzwesen betreut. Ehrungen in Bronze vom Deutschen Betriebssportverband (DBSV) erhielten Klaus Burkart, Nunzio Capizzi, Gabriele Eitel, Rainer Hembt sowie Werner Jeidler, während Franz Holmeier – seit 1973 stellvertretender Leiter des Postsportvereins – die silberne Ehrennadel des DBSV in Empfang nahm.

Der einstimmig für vier Jahre zum neuen Vorsitzenden des 1 311 Mitglieder zählenden Bezirks gewählte Klaus Siebert betonte, dass er zwar eigene Ideen umsetzen, jedoch die Dinge, die sich unter Günter Schmidt bewährt haben, beibehalten werde. Er kündigte die Einführung der neuen Sparte „Gesundheitssport“ an, die Kurse wie Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik und Pilates umfassen wird.

Darüber hinaus will er die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, um das Anliegen des Betriebssports besser bekannt zu machen. Der stellvertretende Vorstand setzt sich zusammen aus Jürgen Weil, Leiter des Sportamts, der den Bereich Sport betreut, Eduard Kositza, verantwortlich für das Finanzwesen, und Hans-Dieter Seydel, der das Ressort Öffentlichkeitsarbeit bekleidet.

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