Grundstein für 125 Wohnungen gelegt

Ein Hafen für das Nordend

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Auf dem ehemaligen Jado-Gelände an der Bettinastraße sollen sechs Häuser mit 125 Mietwohnungen entstehen. Die Nassauische Heimstätte zahlt dafür 28 Millionen Euro. 

Offenbach - Wo früher Beschläge und Armaturen über Laufbänder wanderten, sollen bald 125 Mietwohnungen stehen. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Jado baut die Nassauische Heimstätte (NH) zusammen mit ihrer Tochterfirma NH Projektstadt für 28 Millionen Euro sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 10.000 Quadratmetern Wohnfläche. 

Nun wurde von NH-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal, dem Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider und seinem Frankfurter Kollegen und stellvertretenden Aufsichtsratvertreter der NH, Peter Feldmann, der Grundstein für das Bauvorhaben zwischen Bettina-, Taunus- und Andréstraße gelegt. Der Komplex, den die Gesellschaft in Offenbach errichtet, nennt sich „Heimathafen“. Mit der Namensgebung betont der Bauträger die Nähe zum neuen Offenbacher Stadtteil am Main, dem Hafenviertel. Die Größen der Wohnungen reichen von 30 bis zu familienfreundlichen 125 Quadratmetern. Geplant sind insgesamt acht Ein-, 65 Zwei-, 46 Drei- und sechs Vier-Zimmer-Wohnungen. Außerdem soll es 103 Tiefgaragenplätze sowie großzügige Grün- und Spielflächen geben. Der Mietpreis liegt etwa bei 9,25 Euro pro Quadratmeter. Die Neubauten sollen modernen Energie-Standards entsprechen und so die Nebenkosten niedrig halten.

Dank günstigem Quadratmeterpreis soll das Projekt eine breite Zielgruppe erreichen. Dr. Constantin Westphal, der für die Immobilienbewirtschaftung zuständig ist, sagt, man erfülle „mit viel Energie den Auftrag der Gesellschafter der Nassauischen Heimstätte, einen deutlichen Beitrag zur besseren Versorgung der Menschen in Hessen mit preiswertem Wohnraum zu leisten“. Westphal lobte die Stadt, in der der „Heimathafen“ entsteht: „Offenbach ist ein überaus attraktiver Standort für den Wohnungsbau im Ballungsraum.“ Es erfreue sich eines stetigen Zuwachses an Einwohnern und werde zunehmend von Frankfurtern als Wohnstadt entdeckt, so Westphal.

Das Nordend: Ein Viertel im Umbruch

Oberbürgermeister Horst Schneider sagte, dass der „Heimathafen“ helfe, gegen die Wohnraumknappheit in Offenbach anzugehen. Von diesem Mietwohnungsbau profitiere letztlich die Region. Schneider betonte die Bedeutung der Entwicklung des gesamten Offenbacher Hafenareals für die Zukunft der Stadt. Erfreulich sei die gute interkommunale Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und Offenbach bei der Stadtentwicklung. „Wir können die Dynamik der Metropolregion nur entfalten, wenn alle sich dafür verantwortlich sehen“, meinte Schneider.

Frankfurts OB Peter Feldmann ergänzte: „Viele Probleme beim Wohnungsbau und in der gesamten Stadtentwicklung können nur gemeinsam gelöst werden. Frankfurt und Offenbach müssen zum Kern einer neuen regionalen Zusammenarbeit werden.“ Die Häuser sollen voraussichtlich bis 2017 fertiggestellt sein.

san

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