Eigentumsblöcke mit Hafenblick

Starke Architektursprache

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Blöcke vor dem Riegel: Architektenmodell des nächsten Hafen-Bauabschnitts.

Offenbach (tk) - Nach Süden blicken die künftigen Bewohner von 160 Wohneinheiten aufs Hafenbecken, auf dessen Wasser im Idealfall Boote schaukeln. Gen Norden verriegeln ihnen die achtstöckigen Mietsbauten der Frankfurter ABG den Blick auf den Main.

Sie leben in neun sechsstöckigen, von einem zusätzlichen Staffelgeschoss gekrönten Bauten, die es als drei unterschiedliche Gebäudetypen gibt.

Entworfen wird dieser Abschnitt des künftigen Hafenviertels vom Bochumer Architekten Rübsamen und Partner aus Bochum. Sie überzeugten mit ihrem Entwurf, für den auch Landschaftsarchitekt Frank Flor tätig war, die Jury eines Gutachterverfahrens für das städtebauliche Konzept und die Hochbauarchitektur. Fünf renommierte Büros hatten sich daran beteiligten.

„Hafentreppe“ im Westen und „Oberen Molenpark“ im Osten

Bauherrin auf den 11.000 Quadratmetern zwischen der künftigen „Hafentreppe“ im Westen und „Oberen Molenpark“ im Osten ist die DIH Deutsche Wohnwerte. Ursprünglich hatte dort auch Frankfurts ABG bauen wollen, überlässt nun aber das Eigentumsgeschäft den Heidelbergern. Die haben der für die Entwicklung des gesamten Hafens verantwortlich zeichnenden Stadt-Tochter Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft offensichtlich mehr für den Quadratmeter gezahlt.

Die Aufgabenstellung an die Architekten war gewesen, ein Wohnquartier mit Bezug zum Hafenbecken zu entwerfen, „das durch großzügige und hochwertige Architektur, intelligente Grundrissorganisationen, eine weitläufige Grünflächenplanung, eine qualitative Ausstattung und ein modernes und effizientes Energiekonzept überzeugt“.

Typologie der geplanten Gebäude

Der Beitrag der Bochumer muss dem am meisten entsprochen haben. Er stelle „ein Wohnquartier mit eigener Charakteristik und mit einer durchgängig starken Architektursprache sowie einem großzügigen Freiflächenkonzept“ dar. Die Typologie der geplanten Gebäude sichere einerseits die notwendige Durchlässigkeit und Vernetzung zwischen der umgebenden Bebauung und dem Hafen und biete andererseits eine „halbprivate, ruhigere Quartiersinnenzone, die das notwendige Maß an Intimität und Rückzug“ schaffe. Das städtebauliche Konzept orientiert sich an der Lage des Grundstücks am Wasser.

In einer Presseerklärung schwärmen Bauherren und Projektentwickler: „Die unterschiedlich gestalteten Quartiersplätze verbinden das neue Wohnquartier und öffnen sich mit Aussichtsplattformen zum Hafenbecken mit seiner Sonnenpromenade. Großzügige Gräserflächen setzen das Motiv Wasser thematisch in Vegetation um und erzeugen ein stimmungsvolles Bild in jeder Jahreszeit.“

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Der Bauantrag soll bis Ende des Jahres gestellt werden, so dass die Vermarktung der in Niedrigenergiebauweise errichteten Eigentumswohnungen (insgesamt 160.000 m² Wohnfläche) im Frühjahr 2013 starten kann. Baubeginn soll im zweiten Halbjahr 2013 stattfinden. Den Vertrieb übernimmt ein bundesweit führendes Maklerunternehmen. Die Preise für den Quadratmeter Wohneigentum am Wasser dürften sich je nach Lage über 3000 Euro bewegen.

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