Dem Zeitplan weit voraus

Im Hafen läuft es besser als gedacht

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Prunkstück des neuen Viertels: Die Hafentreppe. Sie wird am 28. April mit einem Fest offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Offenbach - Vereinzelter Unkenrufe zum Trotz könnte sich das Hafenviertel doch zur Erfolgsgeschichte entwickeln. Die Vermarktung liege zwei Jahre vor dem Zeitplan, sagt voller Stolz eine schon von Anfang an Optimismus verbreitende Daniela Matha, Geschäftsführerin des für den Hafen zuständigen Stadtwerke-Ablegers OPG. Von Matthias Dahmer

So würden bereits jetzt die ursprünglich erst fürs nächste Jahr geplanten Gespräche mit Interessenten über Ansiedlungen im zweiten Bauabschnitt geführt. „Es läuft sehr gut“, kann Daniela Matha denn auch verkünden. Insbesondere die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien im neuen Stadtteil am Wasser zeigt für sie: „Das Projekt ist im Markt angekommen.“

Einen weiteren Schub verspricht sich die Geschäftführerin von den ersten Bewohnern. Es werden die Mieter in der schon stehenden ABG-Häuserzeile entlang des Mains sein. Als Einzugstermin ist der September dieses Jahres vorgesehen.

Zum Stand der Dinge

Zum Stand der Dinge im Hafen kann Daniela Matha berichten: In Sachen Infrastruktur läuft der Architekturwettbewerb für eine Auto- und Fußgängerbrücke über das Hafenbecken unmittelbar östlich vom derzeitigen Kohlelager der EVO. Mit Ergebnissen wird Mitte April gerechnet.

Ein zweite reine Fußgängerverbindung wird das Hafenbecken etwa in der Mitte zwischen der großen neuen Brücke und der Hafentreppe queren, wobei die zum sanft zum Wasser hin abfallende Treppe (siehe Foto oben) schon jetzt eines der vorzeigbaren Prunkstücke des neuen Stadtteils ist. Sie wird mit einem großen Fest am 28. April offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Neues Heim für den Ruderverein Hellas

Mit dem Bau des neuen Heims für den Ruderverein Hellas soll Ende des Jahres begonnen werden, der Umzug ist für Ende 2014 geplant. Am derzeitigen Standort direkt am Wasser nahe der Carl-Ulrich-Brücke sind Hochhäuser vorgesehen, die Gespräche mit Investoren für diese Gewerbeimmobilien laufen, so Daniela Matha.

Die sogenannten Punkthäuser zwischen dem schon existierenden ABG-Gebäuderiegel und dem Hafenbecken baut die Deutsche Wohnwerte GmbH, nachdem die Frankfurter ABG eine bestehende Option nicht gezogen hat. Hier ist der Baubeginn für September vorgesehen.

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Für das neue Quartierszentrum mit Einkaufmarkt unmittelbar neben der künftigen Hafenschule am Nordring sollen die Bauarbeiten spätestens Ende des Jahres starten. Keine neuen Signale vom Land gibt es unterdessen zum Neubau der Hochschule für Gestaltung.

Beach-Club auf der Spitze der Hafeninsel

Dem Beach-Club auf der Spitze der Hafeninsel, eine Zwischennutzung ähnlich der im Hafen 2, wurde der Vertrag um fünf Jahre verlängert. Einschränkungen wird es bezüglich der Parkplätze und der Musikbeschallung geben.

Auf Eis liegen die Pläne für ein privat betriebenes Parkhaus zwischen dem Quartierszentrum und der Carl-Ulrich-Brücke. Das Vorhaben steht und fällt mit der Frage, ob der benachbarte, noch kostenlose Mainuferparkplatz künftig bewirtschaftet wird oder nicht. Wird das Areal nicht gebührenpflichtig, beißt auch kein Garagen-Investor an, heißt es.

Neugestaltung am ehemaligen Hafen

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