Hafen voller Möglichkeiten

Ein Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Kontext-Architektur lässt erahnen, wie der Hafen 2 auf einem Areal westlich des jetzigen Standortes in Zukunft aussehen könnte.

Offenbach ‐ In Offenbach versucht man, ruhenden Arealen wieder Leben einzuhauchen. So auch im Hafen, der lange Zeit kaum eine Rolle in der Stadt gespielt hat. Von Katharina Skalli

Aus dem Brachland soll ein blühender Stadtteil werden. Die Weichen dafür sind gestellt. Doch bereits seit knapp sieben Jahren pulsiert es ohnehin zwischen Nordend und Main. Solange existiert das Kulturzentrum Hafen 2.

Im Zuge der Umgestaltung muss der alte Lokschuppen weichen und sich der Verein „Süßwasser“, der die Einrichtung betreibt, ein neues Domizil suchen.

Unterstützt wird er dabei von der Mainviertel Offenbach GmbH, die ihm schon damals das Areal zur Verfügung gestellt hatte, in der Hoffnung, Leben aufs Brachland zu bringen.

Dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich der Verein eine neue Wirkungsstätte suchen muss, war von Anfang an klar. „Der Lokschuppen lässt keine langfristige Nutzung zu“, sagt Regina Preis, Pressesprecherin der Stadtwerke Holding (SOH).

Alex Braun und seine Mitstreiter haben sich an den Gedanken gewöhnt. Hauptsache, der Übergang ist nahtlos. Im Gespräch ist ein Neubau auf einem Grundstück am Nordring. „Damit könnten wir uns anfreunden“, meint Braun.

Bei der SOH ist man vorsichtiger. „Im Moment prüft man unterschiedliche Varianten und Kosten, um eine Entscheidung herbei zu führen“, sagt Regina Preis. Verschiedene Möglichkeiten würden zur Zeit ausgelotet. Sicher ist, dass Stadt und SOH großes Interesse an der Weiterführung des Zentrums haben. Alle Beteiligten hoffen auf eine schnelle Entscheidungsfindung. Bis Sommer 2011 bleibt alles an seinem Platz.

Die Hafen-Macher setzen sogar noch eins drauf: Ab diesem Oktober starten sie ein wöchentliches Programmkino und erfüllen damit vielen Bürgern und Politikern einen lang gehegten Wunsch. In der teilbaren Werkstatt-Halle sollen etwa 130 bis 300 Besucher Platz finden.

Infos: http://www.Hafen2.net

Los geht´s am Freitag, 1. Oktober, ab 19 Uhr mit einem Eröffnungsabend mit Livemusik und dem Film „Ich und du und alle, die wir kennen“. Tickets gibt es für fünf Euro an der Abendkasse.

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