Projekt „Hafengold“

Mit freier Sicht aufs Becken - 2016 fertig 

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Hafengold: So sollen die Inselhäuser mit ihren Eigentumswohnungen unmittelbar am Hafenbecken einmal aussehen.

Offenbach - Ein Schnäppchen sind sie nicht gerade, die Nachfrage ist dennoch groß: 50 von 66 Wohnungen des ersten Bauabschnitts seien bereits verkauft, sagt Thomas Dorant. Von Matthias Dahmer 

Er ist Geschäftsführer des Projektentwicklers Deutsche Wohnwerte, der 60 Millionen Euro in den Bau von insgesamt 152 Eigentumswohnungen auf der Offenbacher Hafeninsel steckt. Die Wohnungen – Projektname: Hafengold – entstehen in neun Häusern, die in zwei Bauabschnitten an der Nordseite des Hafenbeckens in Nachbarschaft zur Hafentreppe und damit in zentraler Lage des neuen Stadtteils errichtet werden. Zwischen 3000 und 4000 Euro pro Quadratmeter rufen die Heidelberger Investoren für eine Herberge in einem ihrer sogenannten Inselhäuser auf.

Hafengold bietet Etagenwohnungen mit zwei bis vier Zimmern und Wohnflächen von 66 bis 125 Quadratmetern sowie Penthaus-Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und Flächen von 91 bis 188 Quadratmetern. Die Hälfte der bisherigen Käufer, sagt Geschäftsführer Dorant, kommt aus Frankfurt, 30 Prozent sind Offenbacher, der Rest aus dem Umland. 80 Prozent der Käufer beabsichtigen, die Wohnungen selbst zu nutzen.

Fluglärm kein Problem

Die Erwerber, ergänzt Frank Otters von der Maklerfirma Corpus Sireo, lassen sich in zwei Typen einteilen: Zum einen Käufer im Alter zwischen 35 und 45 Jahren, die dabei sind, eine Familie zu gründen. Zum anderen „Vorsorge-Anleger“, die zunächst vermieten und den Hafen später als Alterssitz auserkoren haben. Der Fluglärm, versichert Bernd Koch, ebenfalls Wohnwerte-Geschäftsführer, spielt bei der Kaufentscheidung so gut wie keine Rolle. Das Klientel stamme überwiegend aus der Region und sei mit dem Problem vertraut. Im übrigen sei das Hafenviertel weniger mit Fluglärm belastet als der Süden der Stadt. „Lediglich einem potentiellen Käufer aus Mannheim war es zu laut“, so Koch.

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Vier der Häuser entstehen unmittelbar an der Promenade des Hafenbeckens, die anderen fünf nördlich davon in zweiter Reihe. Aufgrund der Anordnung haben alle Wohnungen Sichtkontakt nach Süden zum Hafenbecken. In den Immobilien in erster Reihe befinden sich jeweils zwei Wohnungen pro Etage plus einem Penthaus im Obergeschoss. In zweiter Reihe sind es drei Wohnungen pro Stockwerk mit jeweils zwei Penthaus-Wohnungen. Die Erdgeschosse verfügen über Gärten, die Penthäuser locken mit großen Dachterrassen, die freie Sicht auf Frankfurts Skyline bieten. Östlich des Immobilien-Ensembles, unmittelbar an der Hafentreppe, ist ein kleiner Park mit Spielgeräten geplant. Die Freiflächen zwischen den Häusern sind begrünt.

Fest zur Eröffnung der Hafentreppe

Fest zur Eröffnung der Hafentreppe

Um zunächst die Keller und eine 172 Stellplätze umfassende Tiefgarage fürs Hafengold zu bauen, wird seit Anfang des Monats die Erde bis in vier Meter Tiefe abgetragen, erläutert Geschäftsführer Koch. Danach muss der wegen der Flussnähe sandige Untergrund des 11.400 Quadrameter großen Areals mit insgesamt 800 sogenannten Rammkern-Pfählen stabilisiert werden, die bis in elf Meter Tiefe gehen. „Ein an solchen Standorten übliches Verfahren“, sagt Koch.

Offizieller Spatenstich für den ersten Bauabschnitt ist am Freitag nächster Woche, im Herbst 2015 soll er fertig sein. Der Baustart für den zweiten Abschnitt mit seinen 86 Wohneinheiten ist für den Spätsommer dieses Jahres vorgesehen Mitte 2016 soll das Hafengold dann in Gänze glänzen.

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