„Beste Überbrückung“

Hafenschule: Grüne verteidigen Containerlösung

Offenbach - Aus Sicht der Grünen ist die Inbetriebnahme der Hafenschule in Containern zum kommenden Schuljahr notwendig. Meinungsverschiedenheiten wegen des Standorts seien Wahlkampf.

„Sonst hätten die Informationen des Schuldezernenten Peter Schneider im Ausschuss Kultur, Schule und Sport zu den steigenden Schülerzahlen im Stadtgebiet Erwähnung gefunden.“ Fraktionschefin Susanne Schmitt äußert Verständnis für die Schillerschule, die um eine angemessene Pausenhofgröße fürchte. „Was die CDU und vor allem die SPD-Stadtverordnete Grete Steiner aber daraus machen, hat mit verantwortungsvoller Politik nicht viel zu tun.“ CDU-Fraktionschef Peter Freier hatte als Standort den Messeparkplatz am Nordring, die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Steiner den Hafen 2 ins Spiel gebracht.

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Die Grünen halten fest, dass die Not an Schulplätzen, hervorgerufen durch einen großen Jahrgang an Erstklässlern, bis Fertigstellung der Hafenschule zum Schuljahr 2017/18 Container im Nordend notwendig mache. In den zuständigen Gremien seien verschiedene Varianten geprüft worden, zum Beispiel Busse für Goetheschüler zur Anne-Frank-Schule, was die Eltern abgelehnt hätten. Ferner seien Überschneidungsbezirke gebildet worden, um der Raumnot zu begegnen. „Wir sehen in der Containerlösung auf dem Schillerschulhof für maximal zwei Jahre die bestmögliche Überbrückung“, so Schmitt. Andere Standorte seien wegen der Kosten für die notwendige Infrastruktur ungeeignet. Man sei sich der Belastung für die Schillerschule bewusst und bitte um Verständnis.

Weiterführende Schulen in Offenbach

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Auch Grünen-Bürgermeister Peter Schneider betont, die Verwaltung habe über Jahre intensiv eine Lösung gesucht. Der Standort Schillerschule habe sich als beste Übergangslösung für die Erstklässler herausgestellt. Immobilien im Umkreis seien mit Stadtplanungsamt, Vermessungsamt, Gebäudemanagement und Projektentwicklungsgesellschaft geprüft worden. „Leider stellten sich sämtliche Optionen vor allem wegen fehlender Versorgungsleitungen als nicht geeignet oder nicht verfügbar heraus.“ Ein Ankauf privater Grundstücke, etwa von EVO oder Bahn, komme für die Stadt aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Für eine Nutzung des Messeparkplatzes müssten in einem aufwändigen, teuren Verfahren die Bodenverhältnisse geprüft, Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sowie eine Einfriedung geschaffen werden. Zudem sei er an die Messe langfristig verpachtet. Kommende Woche steht das Thema auf der Agenda der Schulkommission. Der Magistrat entscheidet am 22. April, das Parlament voraussichtlich im Mai. (mt)

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