Weg für Hafenviertel frei

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Häuser als Schallschutzmauer: Der rot umrandete Gebäuderiegel soll die südlich gelegenen Flächen gegen den von Norden kommenden Lärm der Fechenheimer Betriebe abschirmen.

Offenbach ‐ Mit neun Unterschriften ist gestern das Gezerre um die Bebauung des Hafengeländes beendet worden. Von Denis Düttmann

Die Stadt Offenbach, die Stadtwerke Holding und die Mainviertel GmbH haben mit den sechs Betrieben aus dem Frankfurter Oberhafen einen außergerichtlichen Vergleichsvertrag geschlossen. Darin verpflichten sich die Fechenheimer Unternehmen ihre Normenkontrollklage, die sie im Februar vergangenen Jahres beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht hatten, zurück zu ziehen. Damit wird das im April gefällte Urteil wirkungslos und der Bebauungsplan für das Hafengelände rechtskräftig. Im Gegenzug sichert die Mainviertel GmbH zu, so genannte Grunddienstbarkeiten in das Grundbuch eintragen zu lassen. Die Eigentümer und Nutzer werden dadurch verpflichtet, die mit den Betrieben vereinbarten Lärmpegelwerte zu akzeptieren.

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„Das ist ein wichtiger Tag für Offenbach“, sagte die Geschäftsführerin der Mainviertel GmbH, Daniela Matha, gestern nach Vertragsschluss. Mit der Unterzeichnung sei endlich der Weg für die Bebauung des Hafengeländes frei gemacht worden. Die Entwicklung des Areals gilt als eines der größten städtebaulichen Projekte in der Region. „Wir streben eine friedliche Koexistenz von Wohnraum und Gewerbeflächen an“, erklärte Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, die am Mainufer einen Gebäuderiegel errichten möchte. „Auf der einen Seite bieten wird attraktive Wohnungen in bester Lage an, auf der anderen Seite bleibt das Expansionspotenzial der Frankfurter Unternehmen gewahrt.“ Auch Oberbürgermeister Horst Schneider betonte den einenden Charakter des Vertragswerks. „Es ist möglich, mitten in der Region unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden und Gegensätze auszugleichen. Die Vereinbarung stärkt den Standort Rhein-Main“, so der Verwaltungschef.

Der Vergleichsvertrag enthält ein umfangreiches Regelwerk über zulässige Lärmpegel, Schallschutzmaßnahmen und die Ansiedlung von schutzbedürftigen Einrichtungen wie beispielsweise Kindergärten.

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