Entwicklung des Hafenviertels

Deutschlandzentrale im Hafen

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Der Plan zeigt: Das Hafenviertel wächst schneller als geplant. Die beiden roten Linien markieren die Abgrenzung der einzelnen Bauabschnitte.

Offenbach - Klinikum und Kickers zum Trotz, es gibt auch positive Schlagzeilen: Die Entwicklung des Hafenviertels rechtfertigt welche. Nach uns vorliegenden Informationen will sich die Deutschlandzentrale eines großen Konzerns dort ansiedeln. Von Matthias Dahmer

Vorgesehener Standort ist ein Areal im Osten des Geländes.

Daniela Matha, Chefin der für den Hafen zuständigen Stadtwerke-Töchter OPG und Mainviertel GmbH, möchte sich gestern nicht zu dem so gut wie an Land gezogenen dicken Fisch äußern. Nur soviel: Das Vorhaben sei ein „nächster Meilenstein“, vermutlich in wenigen Wochen könne sie mehr dazu sagen.

Doch auch so läuft es ziemlich rund im einstigen Ölhafen, in dessen Entwicklung Stadt und städtische Gesellschaften bislang 21 Millionen Euro investiert haben.

Baustart für Mehrfamilienhäuser noch dieses Jahr

Daniela Matha erläutert gestern nach einem Rückblick auf die mittlerweile zehnjährige Geschichte der Umwandlung, wie es in diesem Jahr weitergeht: In die bereits fertigen Gebäude entlang des Mains ziehen im September die ersten Mieter ein. Baustart für die davor Richtung Hafenbecken geplanten Mehrfamilienhäuser mit mehr als 150 Eigentumswohnungen soll Ende des Jahres sein. Zur gleichen Zeit wird Baubeginn für das Quartierszentrum samt Supermarkt am Nordring sein. Ebenfalls 2013 sollen zudem Grundstücke für ein Loft-Gebäude unweit der Hafentreppe sowie das eingangs genannte Areal für den Deutschlandsitz des Konzerns verkauft werden. Zu Preisen zwischen 350 und 450 Euro pro Quadrameter biete man die Baugrundstücke an, so Daniela Matha.

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Im Paket mit zwei im Osten des Geländes geplanten bis zu 18-geschossigen Büro-hochhäusern ist das bislang noch fragliche Parkhaus zu sehen. Wenn der Investor genügend Interessenten für Parkflächen zusammenbekomme, spiele auch die Frage nach der Bewirtschaftung des nahen Mainuferparkplatzes keine Rolle mehr, sagt Geschäftsführerin Matha.

Noch zwei Investoren im Rennen

Im zweiten Bauabschnitt werden die Parzellen auf der insgesamt einen Kilometer langen Hafeninsel ebenfalls noch dieses Jahr verkauft. Nach einem Wettbewerb sind zwei Investoren übrig. Entlang des Mains soll in Fortführung der ABG-Mietwohnungen ein Riegel aus Büroimmobilien entstehen. Davor – Richtung Hafenbecken – sind Punkthäuser geplant.

Der Verkauf der Areale, auf denen derzeit temporär der Hafengarten angelegt wird, ist für 2014 geplant. Ob das Land dort den Neubau der Hochschule für Gestaltung hinstellt, ist immer noch offen. Es gebe aus Wiesbaden keine neuen Signale, so Daniela Matha. Die Grundstücke würden aber so oder so verkauft, schließlich müsse man einen Plan B haben.

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