In Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

Haftbefehls „Blockplatin“ auf dem Index

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Rapper Haftbefehl aus Offenbach

Offenbach/Bonn - Haftbefehls Album „Blockplatin“ ist von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden. Damit ist die Doppel-CD nicht mehr frei erhältlich.

Die Platte werde seit vergangenem Freitag nur noch an Erwachsene verkauft, sagte Elke Monssen, Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), heute in Bonn. Die Beschwerde war von einem Jugendamt in Bayern eingegangen, das sich über Ton und Inhalt des Musikalbums beklagt hatte. Die Texte seien gewaltanreizend, propagierten Kriminalität („Die Pistole glitzert auf'm Schoß (...) ich hab'n Kilo Koks“) und diskriminierten Frauen, wie aus der Beschwerde hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Der Rapper habe nun vier Wochen Zeit, gegen die Entscheidung vorzugehen, sagt Monssen. Der Musiker selbst war zunächst nicht zu erreichen.

Viele Haftbefehl-Fans dürften das Album allerdings längst besitzen, erschien es doch bereits im Januar 2013 und landete auf Platz 4 der Charts. Das durch den Song „Chabos wissen wer der Babo ist“ populär gewordene „Babo“ schaffte es sogar bis zum Jugendwort des Jahres 2013.

Mit der Indizierung befindet sich Haftbefehl indes in illustrer Gesellschaft. Auch Rapkollegen wie Azad („Der Bozz“), Farid Bang und Kollegah („Jung, brutal, gutaussehend“), Sido („Maske“), Fler („Airmax Muzik“, „F.L.E.R. 90210“), Shindy („NWA“) und Bushido („Vom Bordstein bis zur Skyline“, „Electro Ghetto“, „Sonny Black“) sind bei der BPjM gelistet.

(dpa/wac)

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