Haftstrafe für Bulgaren

Offenbach ‐ Die Beteuerung, selbst Opfer von kriminellen Landsleuten geworden zu sein, nutzen einem 33-jährigen Bulgaren nichts: Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck verurteilte ihn wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten. Von Matthias Dahmer

Der Mann, der 2008 nach Offenbach kam, eröffnete sofort ein Konto und nutze es lediglich, um Vertragshandys zu kaufen. Weil mit den Geräten fleißig telefoniert wurde, auf dem Konto des 33-Jährigen aber nichts zu holen war, entstand der Firma e-plus schnell rund 11.000 Euro Schaden. Der Angeklagte kaufte zudem TV-Geräte im Wert von rund 3.000 Euro. Hier schädigte er eine Verbraucherbank, die ihm einen Kleinkredit gewährt hatte.

Vor Richter Beck erzählte der Mann, zwei Landsleute hätten ihn die Verträge unter Vorspiegelung falscher Tatsachen unterschreiben lassen. Pech für ihn, dass die Polizei die Telefone des Bulgaren überwacht hatte. Dort sprach der Mann freimütig darüber, dass er Leute zum „Handyziehen“ suche, und er bat Freunde, mit ihm krumme Dinger zu machen. Der Bulgare hofft nun auf eine mildere Bestrafung im Berufungsverfahren.

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