Hallen werden fit gemacht

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Im Sommer wird auch die Turnhalle der Friedrich-Ebert-Schule saniert.

Offenbach ‐ Die Verjüngungskur für die Offenbacher Schulen geht weiter. In diesem Sommer werden für insgesamt 4,5 Millionen Euro drei Schulen teilsaniert. Von Matthias Dahmer

Die Bachschule erhält für 1,87 Millionen Euro eine fast neue Turnhalle, an der Friedrich-Ebert-Schule in Waldheim sind ebenfalls die Sporthalle sowie das Dach des hinteren Unterrichtsgebäudes dran (1,8 Millionen). An der Fröbelschule fordert der Brandschutz Verbesserungen bei den Flucht- und Rettungswegen, was rund 900.000 Euro kostet.

Wäre es streng nach dem städtischen Zehnjahresplan zur Schulbausanierung gegangen, hätten alle drei Einrichtungen noch einige Jahre auf die Erneuerungen warten müssen.

Im Falle der Bachschule konnten die Arbeiten dank des Konjunkturprogramms des Landes vorgezogen werden, bei den anderen beiden Schule gebietet es einfach die Notwendigkeit, die in die Jahre gekommenen Bauten schon jetzt in Angriff zu nehmen, wie Schuldezernent Paul-Gerhard-Weiß sagt.

Hoffnung auf deutliche Energieeinsparungen

Weil die Arbeiten vorwiegend in den Sommerferien laufen, werde es zu keinem Unterrichtsausfall kommen, verspricht die Bauverwaltung. Möglicherweise müssen einige Sportstunden ins Freie verlegt werden, es werden aber keine „Container-Ersatzturnhallen“ errichtet, heißt es scherzhaft.

Abgesehen von den Grundmauern soll an der 1960 erbauten Sporthalle der Bachschule so ziemlich alles erneuert werden. Weil die Halle samt Haustechnik in einem „energetisch ziemlich schlechten Zustand ist“, wie Astrid Reese von der Bauverwaltung diagnostiziert, sind außen Wärmedämmung, neuer Verputz und neue Farbe angesagt. Der Boden der großen Ein-Feld-Halle, in der 440 Schüler Sport treiben, wird komplett ausgetauscht und künftig beheizt sein. Grundrisse werden nicht verändert. Insgesamt verspricht sich die Stadt durch die Sanierung an allen drei Schulen auch wesentliche Einsparungen in puncto Energie.

Die architektonisch auffällige Glasfront der Turnhalle der Friedrich-Ebert-Grundschule mit ihren rund 200 Schülern soll mittels einer Glas-Aluminium-Konstruktion in nicht mehr ganz so filigraner Form erhalten bleiben. Die Halle wird von innen gedämmt, der Boden wird ausgetauscht, der einzige vorhandene Duschraum in zwei Hälfte geteilt, ein barrierefreies WC kommt hinzu.

An der Fröbelschule konzentrieren sich die Sanierer auf das Anlegen eines zweiten Rettungsweges aus dem Musiksaal, den Austausch der Fenster, deren Brüstungshöhe um 15 Zentimeter reduziert werden muss, und die Schaffung einer „Rettungszelle“ in einem Klassenraum, wo im Brandfall für die Feuerwehr mehr Zeit bleibt, um die teilweise körperlich behinderten Schüler zu retten.

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