Handel mit Kurzkennzeichen

Betrug in mehreren hundert Fällen

+

Offenbach - Es könnten mehrere hundert Fälle von Betrug sein, die vor kurzem von der Polizei und der Staatsanwaltschaft in Offenbach aufgedeckt wurden. Hintergrund der ganzen Sache sind nicht gezahlte Versicherungsbeiträge für so genannte Kurzzeitkennzeichen.

Wie die Polizei berichtet, stehen derzeit zwei 21 und 25 Jahre alte Männer im dringenden Verdacht, zunächst per Internet „Elektronische Versicherungsbestätigungen“ beantragt und sich anschließend damit bei den Zulassungsstellen entsprechende Kurzzeitkennzeichen besorgt zu haben. Die für die Kennzeichen anfallenden Versicherungsbeiträge seien aber nicht bezahlt worden, ergaben die Ermittlungen der Polizei.

Nummernschilder an andere Personen weiterverkauft

Später sollen die beiden Offenbacher die Nummernschilder dann an andere Personen weiterverkauft haben, ohne die jeweils erforderliche Nachricht an die Zulassungsstelle. Aufgefallen war das Ganze während einer Fahrzeug-Kontrolle der Polizei, als ein Autofahrer angab, er habe seine Kennzeichen für einen viel geringeren Betrag gekauft als es allgemein üblich ist.

Lesen Sie auch:

Kennzeichen: Irrfahrt zu neuen Schildern

Weitere Ermittlungen führten die Beamten dann zu dem Männer-Duo, das offenbar einen schwunghaften Handel mit diesen Nummernschildern getrieben hatte. Der Schaden durch die nicht gezahlten Versicherungsbeiträge wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt. Derzeit wird auch geprüft, ob die mutmaßlichen Betrüger noch an anderen Orten aktiv waren und Nummernschilder verkauft haben.

Kfz-Kennzeichen: Die lustigsten Abkürzungen

Kfz-Kennzeichen: Die lustigsten Abkürzungen

dr

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare